Geilenkirchen: Abwassergebühren steigen um 9,7 Prozent

Geilenkirchen: Abwassergebühren steigen um 9,7 Prozent

„Bei der Gebührenbedarfsberechnung für die Straßenreinigung und den Winterdienst entsteht nach Mitteilung des Gemeindeprüfungsamtes ein Minus von 38.000 Euro”, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Wilhelm-Josef Wolff bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.

Das sei eine Menge Geld, und deshalb könne die CDU-Fraktion dieser Gebührenberechnung der Verwaltung nicht so ohne weiteres zustimmen.

Nach Vorlage der Verwaltung entsteht in diesem Bereich nur ein Minus von gut 11.000 Euro, die aus einer Sonderrücklage ausgeglichen werden könnten. Deshalb könnten, so die Vorlage der Verwaltung, die Gebühren unverändert bleiben.

Diesem Vorschlag stimmte der Ausschuss schließlich dennoch einstimmig zu, wobei diese Zustimmung vorläufig ist. Bis zur Ratssitzung soll geklärt werden, wie groß das Defizit in diesem Gebührenbereich ist.

Erhöht werden müssen die Gebühren für die Abwasserbeseitigung. Die Kosten für die Regenwasserbeseitigung belaufen sich für die Stadt auf knapp 2,2 Millionen Euro, für die Schmutzwasserbeseitigung auf gut 3,7 Millionen Euro.

Für die Regenwasserbeseitigung - die Gebühr wird nach Quadratmetern befestigter Fläche berechnet - werden die Gebühren um zwei Cent je Quadratmeter auf 70 Cent erhöht.

Die Gebühr für die Schmutzwasserbeseitigung - die Gebühr wird nach Frischwasserverbrauch ermittelt - wird um 28 Cent auf 3,16 Euro je Kubikmeter Wasserverbrauch erhöht. Das ist eine Erhöhung von über 9,7 Prozent.

Dagegen bleiben die Gebühren für die Abfallentsorgung im nächsten Jahr unverändert. Keine Veränderung gibt es auch bei der Gebührenbedarfsberechnung für das Bestattungswesen, wobei Kosten in Höhe von gut 360.000 Euro anfallen. Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat, allen Gebührenhaushalten zuzustimmen.

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