75 Aussteller haben sich zur Studieninformationsbörse „Be Future“ meldet.

Messe als Ort der Orientierung : Ein neues Kapitel in der Erfolgsstory

In der Erfolgsstory „Be Future“ schlägt Wilfried Kleinen ein neues Kapitel auf: Der Initiator und „geistige Vater“ der Berufs- und Studieninformationsbörse, die seit dem Jahr 2006 Schülern und ausbildungswilligen Betrieben aus Handel, Handwerk und Industrie ebenso wie Hoch- und Fachhochschulen in Geilenkirchen eine Plattform bietet, hat in diesem Jahr so viele Aussteller auf der größten nichtkommerziellen Messe dieser Art in der Region wie noch nie.

Waren es im Jahr 2006 bei der ersten „Be Future“  noch 150 jugendliche Besucher, die sich bei 15 Firmen in der damals noch existierenden Stadthalle guten Rat holten, so werden in diesem Jahr bereits - und das ist Rekord  - 75 Aussteller die Aula, die Pausenhalle, die Sporthalle und das komplette Erdgeschoss des Neubaus des Bischöflichen Gymnasiums St.-Ursula nutzen. Mit dieser großen Anzahl wurde am St.-Ursula-Gymnasium das Limit des Möglichen erreicht.

Wurde Wilfried Kleinen viele Jahre von Robert Jansen, Lehrer an St. Ursula, tatkräftig unterstützt, so steht ihm seit dem vergangenen Jahr Latein- und Sportlehrer Riccardo Marangi zur Seite. Robert Jansen wurde nämlich zwischenzeitlich zum stellvertretenden Schulleiter ernannt, worauf Riccardo Marangi an St. Ursula die Aufgabe des Koordinators  für Studien- und Berufsorientierung übernommen hat.

Welch guten Ruf diese Börse hat, zeigt nicht nur die große Zahl von rund 2000 Besuchern in jedem Jahr, sondern auch die Liste der Schirmherren, die von Vertretern der Wirtschaft, wie beispielsweise Dieter Philip, Präsident der Handwerkskammer Aachen und Ehrenpräsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, bis hin zu Landtags-, Bundestags und Europaabgeordneten reicht. In diesem Jahr hat der Heinsberger FDP-Landtagsabgeordnete Stefan Lenzen, Sprecher für Arbeit und Soziales, Integration und Flüchtlinge seiner Fraktion, diese Schirmherrschaft übernommen.

Wilfried Kleinen, Riccardo Marangi und Stefan Lenzen (von links) freuen sich auf die nächste „Be Future“ In Geilenkirchen. Foto: Udo Stüßer

Der Abgeordnete Lenzen ist nicht nur in der Politik zu Hause: Sein Studium der Wirtschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt Personal und kommunale Wirtschaftsförderung an der Fachhochschule Niederrhein hat er als Diplom-Kaufmann abgeschlossen, vor seinem Einzug in den Landtag war er als leitender Angestellter für Personal- und Qualitätsmanagement bei einem regionalen mittelständischen Einzelhandelsunternehmen beschäftigt. „Ich kenne viele kleinere Messen bis hin zum Speed Dating, die von den unterschiedlichsten Institutionen organisiert werden. Aber im Umkreis von 100 Kilometern gibt es nichts dergleichen, was so groß und so gut aufgestellt ist, wie die Info-Börse in Geilenkirchen“, lobt Lenzen die Veranstaltungsreihe. Und: „Das Ausstellerportfolio reicht vom Handwerk über kaufmännische und technische Ausbildung bis hin zum Studium oder dualen Studium an Fachhochschulen und Hochschulen aus dem In- und Ausland.“

Dass die Schule nicht nur ein Ort des Lernens ist, sondern dass die Jugendlichen hier auf ihren weiteren beruflichen Weg vorbereitet werden, macht Marangi deutlich. Mit seinen Kollegen helfe er bei der Suche nach Praktika und übe mit seinen Schülern, Bewerbungsschreiben zu verfassen und sich auf  Vorstellungsgespräche vorzubereiten.

„Die Berufswahl ist dann die wichtigste Entscheidung im Leben eines jungen Menschen“, sagt Lenzen, der für eine berufliche Ausbildung genauso wirbt wie für ein Studium. „Weder nur das eine noch das andere ist der Heilsbringer“, erklärt der Landtagsabgeordnete. Nicht nur ein Studium sei heute Voraussetzung für beruflichen Erfolg.  Angesichts des Fachkräftemangels biete auch das Handwerk gute Chancen. Landesweit gebe es derzeit etwa 160.000 offene Stellen, bundesweit schwanke die Zahl zwischen 800.000 und 1,2 Millionen.  „Wichtig sind aber ständige Aus- und Weiterbildung. Man darf nicht stehenbleiben. Diese Messe ist ein toller Ort, um Orientierung zu geben.“ Wie wichtig diese Orientierung ist, macht Riccardo Marangi noch einmal deutlich: „Vor zehn Jahren gab es in NRW 2000 Studiengänge, heute sind es 20.000.“ Wilfried Kleinen weiß, dass heute rund 50 Prozent der Abiturienten eine Ausbildung oder ein Duales Studium einem Studium vorziehen: „Deshalb wollen wir das gesamte Portfolio an einem Tag an einen Ort bringen.“

Rund 50 weiterführende Schulen im Kreis Heinsberg, in Jülich, Düren und der Städteregion Aachen wird Kleinen zur „Be Future“ wieder einladen. Sie findet statt am Freitag, 27. September, 9 bis 15 Uhr, und Samstag, 28. September, 9 bis 13 Uhr. Auch ohne Anmeldung ist hier jeder willkommen, der Eintritt ist frei.

Die offizielle Eröffnung durch Schirmherr Stefan Lenzen ist bereits am Donnerstag, 26. September, 19 Uhr. Anschließend ist eine Podiumsdiskussion geplant, an der Mathias Richter (FDP), Staatssekretär für Schule und Bildung des Landes NRW, teilnehmen wird.  Der Zeitungsverlag Aachen ist Medienpartner von „Be Future“. Abgerundet wird die Messe von zahlreichen informativen Vorträgen, zu denen man sich im Internet anmelden kann.

Übrigens: Auf dieser Messe haben schon etliche Schüler ein Praktikum erhalten oder ihren späteren Lehrherren kennengelernt. Und so mancher ehemalige Schüler von St. Ursula, der seinen beruflichen Weg erfolgreich eingeschlagen hat, steht heute als Aussteller bei „Be Future“.

Zehn interessierte Aussteller konnte Wilfried Kleinen in diesem Jahr aus Platzmangel nicht berücksichtigen. Wenn im kommenden Jahr der Erweiterungsbau von St. Ursula fertig ist, könnte der Rekord aus diesem Jahr vielleicht noch einmal gebrochen werden. Vielleicht wird das nächste Kapitel der „Erfolgsstory“ dann noch umfangreicher. Interessierte Aussteller sollten sich bald schon melden

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