Geilenkirchen: 500 Schüler schnüren die Laufschuhe für den guten Zweck

Geilenkirchen: 500 Schüler schnüren die Laufschuhe für den guten Zweck

Auch der vierte Wohltätigkeitslauf der städtischen Realschule Geilenkirchen anlässlich des Terry-Fox-Tags dürfte sich wieder zu einem erfolgreichen Event entwickelt haben.

In Zusammenarbeit mit den kanadischen Streitkräften in Geilenkirchen hatte die Realschule das laufsportliche Ereignis in den Wochen zuvor vorbereitet. Der weltweit beachtete Tag wurde nach dem Kanadier Terry Fox benannt, der mit nur einem Bein 5373 Kilometer durch Kanada lief, um die Menschen für den Kampf gegen den Krebs wachzurütteln. Terry Fox starb im August 1981 an seinem Krebsleiden.

Seitdem laufen oder wandern auf der ganzen Welt Menschen in seinem Namen und sammeln dabei für die Krebsforschung. Die Kanadier in Geilenkirchen laufen seit 29 Jahren für diesen guten Zweck. Aus der gut nachbarschaftlichen Beziehung zwischen Realschullehrerin Dr. Christiane Lork und der Kanadierin Gudrun Mac­Kinnon schwappte die Idee zum Terry-Fox-Lauf vor vier Jahren auf die Realschule über und entwickelte sich zu einer Erfolgsgeschichte.

Gudrun MacKinnon ist die „gute Seele” der Aktion und organisiert den Terry-Fox-Lauf bereits seit 1995 maßgeblich mit. Das Sammelergebnis der ersten drei Läufe der Realschüler summierte sich auf 43.111,10 Euro. Ein stolzer Betrag, der sogar die Spendenbetreuerin der Deutschen Krebshilfe, Anke Freriks, in Erstaunen versetzte.

In diesem Jahr wird der Gesamtbetrag mit Sicherheit um mehr als zehntausend Euro aufgestockt, die genaue Summe will die Realschule in den nächsten Tagen noch bekannt geben. Schulleiter Peter Pauli lobt die Spendenbereitschaft der Menschen. „Es gibt kaum Leute, die unsere Schüler abweisen, wenn sie an dem Wochenende zuvor für den Terry-Fox-Lauf sammeln gehen”, weiß er zu berichten. Seit Start der Terry-Fox-Läufe 1981 wurden bereits weltweit rund 250 Millionen Euro eingenommen.

Bevor sich die rund 500 Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrer und zusätzlich zwei Dutzend Kanadier mit einem Warm Up auf das Ereignis vorbereiteten, rief Peter Pauli zu einer Gedenkminute für Laura auf. Die Schülerin der Realschule war einen Tag vor ihrem 13. Geburtstag an einem Krebsleiden gestorben und einen Tag vor dem Terry-Fox-Lauf zu Grabe getragen worden.

Nach der Trauerminute bereitete Animateur Guy Boudrias die Teilnehmer mit Dehnübungen auf die 8,4 Kilometer lange Strecke vor. Frauen und Männer der kanadischen Streitkräfte hatten sich als Streckenposten zur Verfügung gestellt, während Schülereltern beispielsweise bei der Getränkeausgabe auf dem Schulhof halfen. Hier gab es zusätzlich noch Obst, das von hiesigen SB-Märkten und Händlern kostenfrei zur Verfügung gestellt worden war.

Am Parkplatz in Müllendorf wurden die Jugendlichen mit Wasser versorgt, bevor sie an dieser Stelle, dem Wendepunkt, kehrt machten und den gleichen Weg zurückliefen oder -gingen.

Es war einiges los auf dem Weg neben der Wurm, und so mancher Freizeitradler sah sich plötzlich einer größeren Gruppe von Läufern gegenüber. Eine Tombola mit schönen Preisen rundete die Veranstaltung ab.

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