Oktoberfest auf der Nato-Airbase: 3000 Menschen feiern für den guten Zweck

Oktoberfest auf der Nato-Airbase : 3000 Menschen feiern für den guten Zweck

Zwei kurze Treffer mit dem Hammer von Generalmajor Jörg Lebert und das erste offizielle Bier des inzwischen 36. Oktoberfestes auf der Nato-Airbase konnte gezapft werden: Damit lag das Volksfest schon einmal in Sachen Schläge für den Fassanstich gleichauf mit der „Wies’n“ in München, die am gleichen Tag eröffnet wurde.

Und in Sachen Stimmung und guter Laune brauchte sich das traditionell wieder von der Deutschen Unteroffizier Kameradschaft (DUK) auch nicht hinter dem Original zu verstecken. Denn spätestens, als Hangar II im Dunkeln der Nacht leuchtete, war die Halle mit mehr als 3000 Besuchern gut gefüllt.

Nur zwei Schläge brauchte General Jörg Lebert, um dem offiziellen Fass das Bier zu entlocken.

Natürlich verläuft sich selbst so eine Menge von Menschen in einer so gewaltigen Halle, die normalerweise nicht nur einen vierstrahligen Düsenjet des Nato E3 A-Verbandes aufnehmen kann. Dennoch war es rund um die wie immer zentral platzierte Tanzfläche gut gefüllt. Aber auch hinter der Bühne, in der Nähe der Verpflegungsstationen, gab es viele Gruppen, die das Oktoberfest im großen Rahmen der Base genossen. Dass das auch im nächsten Jahr wieder der Fall sein wird, daran ließ DUK-Vorsitzender Alex Gieswein keinen Zweifel. „Dennoch wird sich etwas ändern“, sagte er. Denn der Hangar wird baulich verändert, das bisherige „Nadelöhr“ am Eingang ist dann passé.

Auch diese beiden feschen Maderln feierten beim Oktoberfest auf dem Flugplatz mit.

Bier und Deftiges

„Im Zuge von Umbaumaßnahmen wird auch ein rund fünf Meter breiter Haupteingang eingebaut, dann können wir die hinteren Tore endlich mal schließen“, sagte er. Dort zog es bei schmalen zehn Grad Außentemperatur und Dauerregen nämlich ganz gut, und kühl war es auch. Grund genug also, sich bei der tollen Musik der „Wülfershäuser“ einmal ordentlich warm zu tanzen. Das Dutzend Musiker aus Bayern hatte nicht nur die typische Blasmusik mitgebracht, sondern heizte mit aktuellen Wies’n-Hits, Klassikern und Neuem so richtig ein. Schon früh war auf der Tanzfläche neben den VIP-Tischen etwas los, und die freiwilligen Helfer hatten derweil alle Hände voll zu tun, um mit dem geforderten Nachschub an Bier und Deftigem fertig zu werden.

Den Einsatz der Freiwilligen lobte General Lebert nachdrücklich: „Das Fest wäre ohne den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Helfer nicht möglich“, sagte er. Und damit bedankte er sich auch für die Arbeit, die im Aufbau und auch Rückbau des original bayrischen Oktoberfestes steckte. „Mit dem morgigen Tag ist das noch nicht zu Ende, der Rückbau dauert auch noch mal eine Woche“, sagte Lebert.

Dass sich all der Aufwand dennoch lohnt, war am Ende nicht nur den fleißigen Damen und Herren hinter den Kulissen und den Vertretern der DUK klar. Denn wie immer wird der Reinerlös der Riesengaudi dem guten Zweck in der Region zur Verfügung gestellt, weit mehr als 300.000 Euro sind so in den vergangenen Jahrzehnten an Spenden zusammengekommen. Und auch darum dürfte klar sein, dass es auch eine 37. Auflage geben wird: Wieder mit der DUK, wieder mit dem Fassanstich, wieder mit Tausenden Gästen, dann aber mit neuem Entree und einer Bühne, die sich nicht mehr mittig im Hangar befinden wird, sondern an der Stirnseite mehr Platz zum Tanzen und Feiern für den guten Zweck lassen wird.