Fußwallfahrt nach Kevelaer: 190 Kilometer und Blessuren: Bis zum Gnadenort und zurück

Fußwallfahrt nach Kevelaer : 190 Kilometer und Blessuren: Bis zum Gnadenort und zurück

Gut 95 Kilometer sind es von Alsdorf bis Kevelaer, von Gereonsweiler etwa 80 — wenn man zu Fuß geht. Dieser Herausforderung stellten sich wieder 61 Pilger der Alsdorfer Kevelaerbruderschaft. Der Weg war dabei nicht immer leicht.

Es war die 303. Fußwallfahrt. In diesem Jahr stand sie unter dem Leitgedanken „Suche Frieden und jage ihm nach!“. Bei herrlichem Sommerwetter verließen die Pilger Alsdorf und Gereonsweiler und erreichten nach Übernachtungen in Wegberg und Straelen am dritten Wallfahrtstag ihr Ziel, den Marienwallfahrtsort Kevelaer.

Dort schlossen sich der Fußpilgergruppe etwa 200 weitere Bus- und Pkw-Pilger an. Gemeinsam feierten sie zunächst die Pilgermesse in der Marien-Basilika. Danach beschritten sie den Kreuzweg und nahmen abschließend an der Lichterprozession teil. Am Abend trafen sich die Fußpilger zur „Jubilarfeier“. Dabei erhielten die drei Erstpilger und Erstpilgerinnen das begehrte Pilgerkreuz und die Festschrift der Bruderschaft. Einige Pilger nahmen bereits zum fünften, zehnten oder zum 15. Mal teil. Hans-Peter Klassen aus Heimbach pilgerte sogar zum 20. Mal mit und Roswitha Koerfer zum 35. Mal.

Im Mittelpunkt der Feier standen aber die vier Silberjubilare Ira Klüttermann-Rungen, Christel Bergrath, Ute Meyer (alle aus Gereonsweiler) und Ingo Kroker aus Alsdorf, die alle zum 25. Mal bei der Fußwallfahrt dabei waren. Die Verdienste der Jubilare wurden in der Laudatio herausgestellt und gebührend geehrt. Der wunderschöne Abend schloss mit einer Gratulation aller Pilger.

Spontane Erklärung

Auch wenn der Abschied nicht leicht fiel: Am folgenden Tag mussten die Fußpilger den Gnadenort Kevelaer verlassen und erreichten nach weiteren zweieinhalb Tagen wieder Gereonsweiler und Alsdorf.

Insgesamt 190 Kilometer hatten sie zurückgelegt. Und nicht immer war der Weg leicht. Viele der Pilger kämpften mit Muskelkater und Blessuren wie Blasen an den Füßen. Dennoch: Viele der Pilger erklärten spontan, auch im kommenden Jahr wieder mitzugehen.

Besonders die Erstpilger waren begeistert von der Kameradschaft und der Hilfsbereitschaft. Freundschaften wurden geschlossen und bestehende weiter vertieft. Auch Diakon Joachim Stümpel und Pater Gerd Blick von der GdG St. Castor, die Hin- und Rückweg begleiteten, schafften es, die Pilger mit Gottesdiensten, Predigten, Andachten und Meditationen zu faszinieren. Prozessionsleiter war der Präfekt der Bruderschaft, Hans-Josef Flecken.

Die nächste Fußwallfahrt soll vom 27. August bis zum 1. September 2019 stattfinden. Die Pilger treffen sich aber schon bald wieder: am Samstag, 13. Oktober, ab 19.30 Uhr im St. Castor-Haus bei der Wiedersehensfeier.