Gangelt: 180.000-Euro-Projekt: Neue Minigolfanlage in Gangelt ist eröffnet

Gangelt: 180.000-Euro-Projekt: Neue Minigolfanlage in Gangelt ist eröffnet

„So, kann ich jetzt auch mal?” Für Jonas Tholen, Bürgermeistersohn, zog sich das ganze Prozedere mit Reden, Banddurchschneiden und Eröffnungsschlag wohl etwas zu sehr in die Länge. Zu verlockend lag aber auch die Minigolfanlage vor dem jungen Mann.

Bis zur letzten Sekunde hatte das Team des Infocenters gearbeitet. Die Bahnen wurde noch einmal gereinigt, neue Bälle und Schläger ausgepackt. Dann aber konnten Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen, seine Kollegen Thomas Fiedler, Geilenkirchen, Heinz-Josef Schrammen, Waldfeucht, und Herbert Corsten aus dem Selfkant das schwarz-rot-goldene Band durchschneiden und auf Bahn eins zum Eröffnungsschlag ansetzen.

Ein „Hole-in-one” war nicht dabei, obwohl Schrammen davon überzeugt war, dass „der Bernhard die ganze Woche geübt hat”, und Thomas Fiedler bekannte, ein Minigolf-Fan zu sein. Allein in den paar Minuten, die Bernhard Tholen zur Begrüßung brauchte, fuhren drei Wohnmobile zum Platz am Infocenter, und alle drei Fahrer lehnten sich weit aus dem Fenster, um zu sehen, was es denn da Neues gibt.

Gangelts Bürgermeister lobte die Interreg-Zusammenarbeit mit Thomas Fiedler. Nicht nur die Selfkantbahn und der Heidenaturpark verbinde Geilenkirchen und die Region „Der Selfkant”. Man hoffe, die touristische Zusammenarbeit noch ausbauen zu können. Die Minigolfanlage in Gangelt habe eine mehr als 40-jährige Tradition, so Tholen. Aber sie war in die Jahre gekommen. Bei Stürmen fielen immer wieder Bäume auf die Anlagen, und die Ausbesserungsarbeiten machten das Spielen nicht leichter.

180.000 Euro Kosten

„Es wurde also Zeit”, so Bürgermeister Tholen. Aus Rückflüssen der Städtebauförderung gingen 100.000 Euro nach Gangelt. 180.000 Euro hat die Gesamtanlage dann am Ende doch noch gekostet, während man anfangs von 140.000 Euro ausgegangen war. Dabei hatte es die ausführende Firma Cremers nicht leicht. Im November begann man mit den Arbeiten, um dann gleich durch den starken Winter für zwei Monate gebremst zu werden.

Viele Überstunden sorgten am Ende für die pünktliche Fertigstellung des Projektes, das aus der Feder des Planers Harald Schollmeyer stammt. „Eigentlich wollten wir ja bei Sonnenschein eröffnen”, schaute Bernhard Tholen in einen trostlos grauen Himmel. Aber wenigstens hat es ja nicht geregnet.

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