165 neue Kita-Plätze in Geilenkirchen

Mehr als 160 neue Kita-Plätze : Geilenkirchen plant den „ganz großen Wurf“

Bis zum nächsten Jahr werden 165 Kita-Plätze geschaffen. Die Einrichtung in Bauchem wird erweitert. Neubau neben Realschule.

Etwa 180 Kindergartenplätze fehlen im Kindergartenjahr 2019/2020 in Geilenkirchen. Beigeordneter Herbert Brunen hat dafür eine Erklärung: „Wir haben in Geilenkirchen einen wahren Kinderboom durch Zuzüge und durch steigende Geburtenzahlen. Wir sind als Stadt für junge Familien attraktiv“, sagte er in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Bisher sei der Druck nicht so groß gewesen. „Jetzt besteht Handlungsbedarf“, sagte er.

Da die Stadt Geilenkirchen seit mehreren Jahren einen Anstieg der Anzahl von Kindern, die einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz oder in der Kindertagespflege haben, verzeichnet, hatte der Stadtrat in den vergangenen beiden Jahren den Bau von zwei neuen Kitas beschlossen.

Eine Kita hat am 1. November vergangenen Jahres ihren Betrieb in Bauchem aufgenommen. Der Bau einer Kita in Hünshoven verzögert sich, da der Investor sich zurückgezogen hat und erst ein neues Grundstück gefunden werden musste. Diese Kindertagesstätte wird voraussichtlich im nächsten Jahr ihren Betrieb aufnehmen.

Aber auch wenn die Stadt im nächsten Jahr über die beiden neuen Kitas in Bauchem und Hünshoven verfügt, reicht die Anzahl der Plätze immer noch nicht aus. Summa summarum werden 180 Plätze fehlen. „Jetzt müssen wir einen großen Schritt machen, um den Bedarf zu decken“, sagte Brunen und stellte neue Pläne der Verwaltung vor: Zuvor hatte die Verwaltung die bauliche Erweiterung von bestehenden Einrichtungen erörtert. Lediglich in der städtischen Kita in Bauchem, Im Gang, besteht laut Brunen die Möglichkeit einer Erweiterung. Deshalb schlug die Verwaltung vor, in der städtischen Kita Bauchem zwei weitere Gruppen durch eine bauliche Erweiterung im hinteren Bereich zur Josefstraße zu schaffen.

Eine neue Kita mit vier Gruppen soll an der Martin-Heyden-Straße zwischen Realschule und Tennisanlage errichtet werden. Für den Aus- und Neubau schlägt die Verwaltung eine Modulbauweise vor. Die Qualität sei nicht schlechter, allerdings könne bereits in diesem Jahr eine Aufnahme des Betriebs erfolgen. Brunen erklärte, dass die Pläne mit Realschulleiter Peter Pauli abgestimmt worden seien und die Belange der Schule nicht beeinträchtigt würden.

Aufgegeben werden müsste allerdings der sich neben der Realschule befindende Parkplatz mit 25 Stellplätzen. „Der Bedarf hat sich sprunghaft verändert. Wir müssen den großen Wurf machen“, sagte Brunen.

Durch die Baumaßnahme in Hünshoven (65 Plätze), neben der Realschule (75 Plätze) und Bauchem (25 Plätze) werden insgesamt  165 Plätze geschaffen. „Damit kommen wir in Geilenkirchen auf eine fast 100-prozentige Versorgung“, freut sich auch Hermann-Josef Lehnen, stellvertretender Leiter des Jugend- und Sozialamtes.  Der Ausschuss stimmte den Plänen einstimmig zu.