Übach-Palenberg: 15. Geburtstag: Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch Kranke

Übach-Palenberg: 15. Geburtstag: Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch Kranke

Der Grill war heiß. Die Band Mozaik der Therapieeinrichtung Loherhof sorgte für musikalische Unterhaltung. Die Bänke waren bis auf den letzten Platz besetzt mit Klienten der Kontakt- und Beratungsstelle für psychisch kranke Menschen des Caritasverbandes für die Region Heinsberg in Übach-Palenberg und ihren Angehörigen.

Sie alle waren gekommen, um gemeinsam mit einem Grillfest auf dem Platz vor dem „Treffpunkt” das 15-jährige Bestehen der Einrichtung zu feiern. Vor allem aber fiel ein Wandbild links des Eingangs zur Beratungsstelle ins Auge.

Darauf zu sehen ist ein Baum mit Fotos der Klienten. Darunter steht „Gemeinsam sind wir stark”. Die Erklärung überließ Erika Radtke von der Beratungsstelle ihrer Kollegin Traudel Reissmüller, nachdem sie allen Helfern gedankt hatte, ohne deren Unterstützung die Veranstaltung nicht hätte realisiert werden können.

Das Wandbild sei im Treffpunkt auf die Initiative der Klienten entstanden als Symbol für das, was hier passiere, und dafür, dass sie sich mit der Kontakt- und Beratungsstelle identifizieren würden, sagte Reissmüller. Der Baum stehe für die Stabilität. Die vielen bunten Blätter seien ein Zeichen dafür, dass jeder ein Teil des Ganzen und damit wichtig sei.

Geeinigt habe man sich im Treffpunkt auf den Titel „Gemeinsam sind wir stark”. „Mich und Frau Radtke hat es sehr angerührt, dass dieses Gefühl in 15 Jahren entstanden ist”, so Traudel Reissmüller. Dass es viele Gründe gebe, auch ein 15-jähriges Jubiläum zu feiern, dies hob Hermann-Josef Ronkartz, Leiter der Abteilungen Gefährdeten- und Behindertenhilfe und Gemeindedienste beim Caritasverband, hervor.

Unter der Fragestellung „Wer wird gefeiert” kam er zu dem Schluss, dass jeder sich ein bisschen selber feiern dürfe. „Wir alle, die wir uns in welcher Weise auch immer mit der Kontakt- und Beratungsstelle, unserem Treffpunkt, verbunden fühlen, sind gemeint.”

Im Anschluss blickte er zurück auf den Anfang der Beratungsstelle im Jahr 1996 in den 55 Quadratmeter großen Räumen im Alten Rathaus am Markt im Stadtteil Übach. Damals sei es Traudel Reissmüller gewesen, die den Treffpunkt mit Mut, Herz und Verstand aufgebaut und über die Grenzen der Stadt hinaus etabliert habe, so Ronkartz.

2001 stieß Erika Radtke dazu. Die Besucherzahl stieg und die Räume wurden zu eng, so dass die Beratungsstelle im Mai 2004 auf die Aachener Straße 86 umzog. Mit rund 138 Quadratmetern gab es hier nun mehr Möglichkeiten.

Hermann-Josef Ronkartz erinnerte an Veranstaltungen, die Gruppe „Depression - wir tun was”, den Trödelmarkt und die beiden Höhepunkte, die Karnevalsdisco im Musikpark Geilenkirchen und das „Bistro Mittendrin”, wo Besucher die Möglichkeit erhalten, ehrenamtlich tätig zu werden.

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