Eschweiler-Bergrath: Zum 25-jährigen Bestehen geht die Zeit der Kita Weierstraße zu Ende

Eschweiler-Bergrath : Zum 25-jährigen Bestehen geht die Zeit der Kita Weierstraße zu Ende

Es blieb ein Jubiläum mit einer Portion Wehmut. Die Kita Weierstraße, die „Villa Kunterbunt“, feierte ihr 25-jähriges Bestehen mit einem bunten Fest und doch geht der Blick von Leiterin Elissavet Stamouli-Johnen bereits in Richtung der neuen Heimat. Nur wenige hundert Meter entfernt wird an der Wilhelmstraße neu gebaut, die alte Kita mit dem gemütlichen, aber beengten Flair ist dann Geschichte.

„Unser Haus bietet ein familiäres Umfeld und die Unterstützung eines tollen Trägers“, betonte Stamouli-Johnen auch in Richtung von Vera Joußen, die als Vorstand des Trägers, der „Betreuungseinrichtungen für Kinder & Jugendliche der Stadt Eschweiler“ (BKJ), die Festrede hielt. Joußen begrüßte die zahlreichen Gäste und blickte zurück auf die bewegte Historie des Hauses an der Weierstraße. Nach der Errichtung im Jahr 1900 wurde das Wohnhaus später zur Volksschule umfunktioniert und dann als Kindergarten genutzt. Joußen freute sich, dass man jahrelang in dem Haus mit „gemütlichem Charakter“ für die Kinder da sein konnte.

Am 2. Oktober 1993 wurde die „Villa Kunterbunt“ offiziell mit rund 50 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren eröffnet, die damaligen Neubaugebiete sorgten für den Zuzug von vielen Familien nach Bergrath.

Mit dem Umbau der Kita am Hastenrather Weg sollten die zwei Gruppen 2013 aus der Weierstraße eigentlich dorthin umziehen, da in der „Villa Kunterbunt“ kein Platz für U3-Plätze bestand. Es kam anders, denn erst nahm man übergangsweise die Kinder der im Bau befindlichen Kita „Zauberwald“ auf und schließlich wurde doch ein so hoher Bedarf an Kita-Plätzen in Bergrath festgestellt, dass man eine weitere Zeit „aushelfen“ sollte.

2019 soll es dann wirklich soweit sein und die Kinder in die Wilhelmstraße umziehen. Das Grundstück an der Weierstraße wird aber weiterhin genutzt werden, die BKJ befindet sich dahingehend noch in Gesprächen mit der Stadt.

Joußen bedankte sich bei den zahlreichen Mitarbeitern, die über 25 Jahre für eine familiäre Atmosphäre an der Weierstraße sorgten, besonders bei der langjährigen Leiterin Brigitte Gudat, die 20 Jahre lang die Kita prägte.

Mit einem letzten Rundgang durch die Kita erhielten die Eltern nochmal einen Eindruck von der Kita. Die Kinder zeigten eine kleine Weltreise als Aufführung mit „Paule Pumanns Puddelboot“ — mit 23 Kindern und 17 Nationalitäten geht es in der Kita ohnehin im wahrsten Sinne ihres Namens kunterbunt zu.

Auch am neuen Ort soll nichts von der guten Stimmung verloren gehen, das eingespielte Team um Leiterin Stamouli-Johnen soll gemeinsam an der Wilhelmstraße weiterarbeiten. Doch erstmal werden am 1. August die neuen Kinder begrüßt — vermutlich zum letzten Mal an der Weierstraße. „Wir stehen in den Startlöchern“, so Stamouli-Johnen, die wie alle Gäste mit einem lachenden und einem weinenden Auge dieses Jubiläum feierte.

(cheb)