Düren/Eschweiler: Zeitreise zurück bis ins Jahr 1989: Vortrag zum Mauerfall

Düren/Eschweiler: Zeitreise zurück bis ins Jahr 1989: Vortrag zum Mauerfall

Zur Zeit wird in den Medien an die Öffnung der östlichen Grenzen vor 25 Jahren erinnert. Das Forum Politik der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Jülich (Düren/Heinsberg) hat anlässlich dieses Erinnerns und Bilanzzierens die Politikwissenschaftlerin und Ostexpertin Prof. Dr. Mária Huber eingeladen.

Interessant ist ihr professioneller und biographischer Hintergrund. Sie stammt aus Ungarn, lebte von 1988 bis 1994 in Moskau und lehrte schließlich an der Universität in Leipzig. Auf ihren multiperspektiven Blick kann man durchaus gespannt sein. Da sie nun persönlich nach Düren kommt, haben Interessierte die Möglichkeit zu Analyse, Bilanz und Meinungsaustausch.

Historische Zeitenwende: 1989 zerschnitten ungarische Soldaten Zäune an der Grenze zu Österreich.

Die Bilder der historischen Zeitenwende 1989 sind die, dass ungarische Grenzsoldaten den Stacheldrahtzaun nach Österreich abbauten. Schließlich führten die Ereignisse zur deutschen Einigung und zum Zusammenbruch der bipolaren Welt. Vorausgegangen war jedoch eine mutige und riskante Entscheidung der kommunistischen Regierung und Parteiführung. Im kollektiven Gedächtnis haben sich in Deutschland viele Bilder aus diesem Jahr eingeprägt, doch dieser Schritt in Ungarn gehörte nicht dazu.

Heute, zehn Jahre nach der großen Runde der EU-Osterweiterung 2004, will die Regierung mehr Eigenständigkeit, nicht aber Demokratie. Wie sieht Prof. Dr. Mária Huber die Entwicklung im Osten und Westen Europas? Sie fragt, ob der Kalte Krieg in Europa wirklich zu Ende ist bzw. ob sich eine bipolare Welt wieder abzeichnet.

Ost-West-Beziehungen

Prof. Dr. Mária Hubers Forschungsschwerpunkte sind die Ost-West-Beziehungen, die Rolle der internationalen Organisationen, die Außen- und Sicherheitspolitik der osteuropäischen Länder und der Nachfolgestaaten der Sowjetunion. In aktuellen Untersuchungen beschäftigt sie sich mit der Ostpolitik der EU und der Außenpolitik der Beitrittsanwärter.

Der Vortrag wird am Dienstag, 21. Oktober, um 18 Uhr im Großen Saal der Evangelischen Gemeinde zu Düren, Wilhelm-Wester-Weg 1 gehalten. Der Eintritt beträgt fünf Euro. Der Veranstalter bittet aus organisatorischen Gründen um Anmeldung unter Telefon 02461/99660 oder per E-Mail an eeb@kkrjuelich.de. Die Teilnahme ist aber auch ohne Anmeldung möglich.