SPD-Ortsverein West: Zeichen in Richtung Generationswechsel

SPD-Ortsverein West : Zeichen in Richtung Generationswechsel

Die Zeichen sind gesetzt – und zwar beim SPD-Ortsverein Eschweiler-West in Richtung Generationswechsel. Mit Thorsten Müller und Andreas Lutter wählten die Genossen bei ihrer Mitgliederversammlung im Hotel Flatten an der Röthgener Straße zwei Sozialdemokraten der jüngeren Generation zu stellvertretenden Vorsitzenden. In einer sehr ungeschminkten Sprache hatte Frank Wagner, der alte und neue Vorsitzende, den Wandel selbst anmoderiert: „Ich will das hier schließlich nicht ewig machen.“

Wahlen (siehe Infotext) und damit das Ordnen der laufenden Geschäfte gehörten zu den wichtigsten Punkten der Tagesordnung. Ein weiterer war der Vortrag von Kassenprüfer und Ratsherr Achim Schyns, der – selbst Mitglied im Ortsverein West – den Parteifreunden die Zeichen des umfassenden technischen und gesellschaftlichen Wandels in eine zugängliche, nicht abgehobene Sprache übersetzte – wobei der Redner stark aus seinen Erfahrungen als Sekretär der Industriegewerkschaft Metall in Aachen schöpfte. Und was sich seit der vorangegangenen Jahreshauptversammlung im Leben der Aktiven aus Röthgen, Pumpe-Stich und anderen Stadtteilen zugetragen hat, ließ Geschäftsführer Günter Badura im Vorstandsbericht Revue passieren.

112 Mitglieder zählt die SPD west derzeit, wusste der zu berichten. Trotzdem wollte Badura kein unvermischtes Dur anstimmen: „120 waren wir mal“, merkte der Geschäftsführer mit merklichem Bedauern in der Stimme an. Die Aktionen seines Ortsvereins jedoch bewertete er als eindeutige Erfolge – die Bürgerdialoge „zur Einstimmung auf die Kommunalwahl“ im Herbst 2020 ebenso wie die Weihnachtsfeier 2018 im Vereinsheim der Rhenania am Waldstadion.

Die Wahlen selbst verliefen ohne große Dispute und Aufsehen erregende Ergebnisse. Sehr harmonisch und interessiert verlief auch die Aussprache nach Achim Schyns' Vortrag, zu dem auch der Kurzfilm der IG Metall im Vorfeld der Großkundgebung in Berlin am 29. Juni gehörte. Viele Wortbeiträge zeugten davon, dass der Spagat zwischen Energie-, Digital- und Mobilitätswende sowie Globalisierung nicht nur dem Gewerkschafter und Eschweiler SPD-Ratsherrn auf den Nägeln brennt.

(chh)
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