Eschweiler: Wenn Firmen sich einen Lehrling teilen

Eschweiler: Wenn Firmen sich einen Lehrling teilen

„Ausbildungsverbund” heißt das Zauberwort, das zwar schon seit einer ganzen Weile herumgeistert, aber noch lange nicht all diejenigen anspricht, die es eigentlich sollte. Daher stellten Sibille Schäfers vom Amt für Wirtschaftsförderung und Oliver Krings vom Jugendamt im Integrationsrat das Thema vor.

Ihr Appell: Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel müssen selbst in wirtschaftlich schweren Zeiten Möglichkeiten geschaffen werden, damit junge Menschen erste Schritte in der Arbeitswelt tun können.

Wie kann ein Ausbildungsverbund dabei helfen? „Gerade kleinere Betriebe entscheiden sich oft gegen eine eigene Ausbildung”, weiß Schäfers. Die anfallenden Kosten, fehlende Voraussetzungen im eigenen Laden, zusätzliche Verwaltungsarbeit - die Liste der Begründungen ist mitunter lang.

Das Modell: Ein Unternehmen stellt einen Auszubildenden ein, gleichzeitig werden Kooperationen mit einem, möglicherweise auch zwei oder drei weiteren Betrieben geschlossen. „Neben dem theoretischen Teil der Ausbildung, der ganz normal in den Berufskollegs stattfindet, geht es für die Azubis und deren Betriebe dann vor allem um die praktischen Inhalte”, erklärt Sibille Schäfers. Das heißt ganz konkret: Der Azubi „wandert” durch die Betriebe, lernt bei dem einen, was bei dem anderen nicht geht.

Dafür, so Schäfers, plane man am 12. November ab 18 Uhr im Ratssaal eine Informationsveranstaltung. „Für den Auszubildenden kann der neue Weg interessante Erfahrungen mit sich bringen. Er erhält eine größere praktische Orientierung, lernt Flexibilität, den Umgang mit einer Vielzahl von Menschen”, zählt Sibille Schäfers Vorteile des Konzepts auf.

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