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Konzert mit den Kröetsch: Weihnachtsstimmung auf kölsche Art

Konzert mit den Kröetsch : Weihnachtsstimmung auf kölsche Art

Fünf Köpfe – ein Wunsch: Weihnachtliche Stimmung verbreiten, auf musikalische, lustige und gemütliche Art. Das ist ihnen wohl gelungen.

De Kröetsch luden zum Weihnachtskonzert in ihr persönliches Wohnzimmer. Nicht der große, aber einer der Säle im Hause Flatten war, festlich dekoriert, Kulisse für ein fast dreistündiges Konzert mit kölscher Mundart.

Während andere den großen Paukenschlag suchen, mögen sie es zu Weihnachten eher besinnlich und dennoch, ganz nach karnevalistischer Manier, durfte die hiesige Mundart nicht fehlen. Die Band „Kröetsch“ räumte mit einer falschen Erwartung auf. Auch wenn das Bühnenbild den vierten Advent betitelte, war jener Sonntag ausgesucht wurden, an dem das dritte Kerzlein brennt. Denn im Gegensatz zu den Vorjahren liegt das heilige Fest in diesem Jahr so nah an dem letzten Advent wie nur möglich.

Die mehr als 100 Gäste gehören, so stellte man fest, ganz klar zur „Familich“, genauso wie jedes Mitglied der Band, so dass bei Neubesetzungen in der Vergangenheit nicht nur talentierte Musiker, sondern auch gute Freunde gesucht worden waren.

Die aktuelle Besetzung – Hucky Weiland, Günter Secker, Bassti Schmidt und die vor zwei Jahren dazu gestoßenen Zugänge Christian Swiechota und Ralf Stolz – sang und haute in die Tasten. Multitalente offenbarten sich, so wechselten die Musiker hin und wieder die Instrumente, der Stuhl des Keyboards wurde getauscht oder auch das Akkordeon in die Hand genommen. So facettenreich waren ebenso die Genres, in die die fünf Herren musikalisch eintauchten, obgleich in Platt gesungen wurde und die Mundart auf ganzer Linie durchgezogen wurde. Eigenkompositionen wechselten sich mit kölschen Weihnachtsliedern externer Komponisten ab.

Gemäß dem Motto „Freunde empfangen“ durften auch einige besondere Gäste nicht fehlen, die die Show ergänzten. Von der Band Bohei kam vokale Unterstützung durch Sänger Tobias Horst und für die weitere Abwechslung sorgten weihnachtliche Anekdoten und Geschichten. Vor allem die von Norbert Weiland vorgetragene „Wisse Weihnacht“ führte zu ungezählten Lachern. Komisch waren zudem die Kopfbedeckungen, die sich die Bandmitglieder beinahe im Minutenpack neu über das Haupt zogen.

Eine Pause sorgte bei drei Stunden Konzertgenuss dafür, dass sich die Gäste die Füße vertreten und frische Luft sammeln konnten. Am Ende, nachdem der letzte Ton erklang und unzählige Neckereien zwischen den Musikern gefallen waren, dankte Günter Secker allen für die Unterstützung und die Begeisterung, von der die Band über das Jahr profitiert hatte und verwies bei den Wünschen nach einer Zugabe darauf, dass die Band ja noch auf dem indestädtischen Weihnachtsmarkt zu hören und zu sehen sei. Das Jahr ist fast vorbei, aber eben noch nicht ganz.