Weihnachtsbasar der Bischöflichen Liebfrauenschule

Weihnachtsbasar: Liebfrauenschule lockt zahlreiche Gäste an

Der Weihnachtsbasar der Bischöflichen Liebfrauenschule kommt ebenfalls alle Jahre wieder. Während die daraus erwirtschafteten Erlöse erneut ausschließlich gemeinnützigen Zwecken zugute kommen, präsentierte die neunte Jahrgangsstufe die Ausstellung „Menschenpflichten“.

Bereits zur Mittagsstunde füllte sich das Gymnasium mit zahlreichen Besuchern, darunter selbstverständlich auch Familien, Angehörige und Freunde der Schüler, die ein breites Spektrum weihnachtlicher Köstlichkeiten im doppelten Sinne aufgefahren hatten. Nicht nur für Gaumen und Magen, sondern ebenso für das Auge waren sowohl die gastronomischen, als auch die dekorativen Angebote.

So standen auf der Seite von Speis’ und Trank unter anderem Maronensuppe, Marmeladen, Weihnachtskekse, Lebkuchen, aber auch Pizza, Hamburger und Kuchen. Vor allem auf dem Schulhof ließen sich die Besucher nicht von der Kälte abschrecken und ließen sich verköstigen. Wie in den Vorjahren durfte auch der Glühweinstand nicht fehlen, der zwar erst am Nachmittag das alkoholische Heißgetränk zu bieten hatte, aber Treffpunkt für den ein oder anderen Plausch war. Ehemalige trafen hier aufeinander, Lehrer und ihre einstigen Schüler kamen so in den Dialog.

Die andere Seite des Basars war der weihnachtlichen Dekoration gewidmet. Weihnachtskarten, Drahtbaumschmuck, Tassen, darunter Papier- und Holzbastelarbeiten waren nur eine Auswahl dessen, was sich die Schule überlegt hatte. Fast jede Klasse, aber auch verschiedene AGs wie die Modelleisenbahn-Gruppe und die Schülerzeitung lockten mit einem eigenen Programm. So präsentierte sich beispielsweise die Tanz-AG am Nachmittag mit einer choreografischen Darbietung in der Aula. Das Gymnasium bewies, dass die Schulgemeinschaft auch außerhalb des Unterrichts an einem Strang zieht. Dass die Erlöse des Basars nicht dem Eigennutz dienen, hat langjährige Tradition an der Liebfrauenschule.

Alle Einnahmen fließen wieder in karitative Zwecke, vier sind es in diesem Jahr an der Zahl: das Ambulante Kinderhospiz Aachen, das Friedensdorf International unter Federführung von Dr. Steffens, die Regenbogenstiftung Boliden, die Straßenkinder in Bolivien unterstützt, und die Schule in Luangwa in Sambia. Letztere wurde bereits bei einem vergangenen Weihnachtsbazar gefördert, durch die Hilfe konnte eine neue Schule erbaut werden und die afrikanischen Kinder und Jugendlichen zur Schule gehen. Nun bekommt das Projekt abermals Unterstützung aus Eschweiler, die für die Sanierung und für Unterrichtsmaterialien benötigt wird.

Bei all dem Bewährten wurde zudem ein besonderes Projekt vorgestellt. Die Menschenrechte sind gemein bekannt, doch, was es mit den Menschenpflichten auf sich hat, das war auch für die Lehrer Rita Weiskorn, René Schippers und Maria Becker und die neunte Jahrgangsstufe anfangs Neuland. „Die Freiheit besteht in erster Linie nicht aus Privilegien, sondern aus Pflichten.“

Diesem Zitat von Albert Camus nahmen sich die Religionsklassen an und lernten die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenpflichten niedergeschriebenen 19 Artikel kennen. Demnach werden nicht nur Rechte gewährt, sondern auch Pflichten eingefordert, die durch aktives Handeln erfüllt werden sollen. Dabei wird unter anderem die menschliche Würde und Gleichheit, die Kinder oder die Natur geschützt und umgekehrt Gewalt, Unfrieden und Intoleranz vermieden. Jeder Schüler durfte sich im Unterricht einen Artikel aussuchen und diesen großflächig visualisieren. Innerhalb der Klassen wurden dann die stimmigsten Arbeiten auserkoren, sodass am Ende eine kompakte Ausstellung zum Thema „Menschenpflichten“ zusammengetragen wurde. Ihren Auftakt feierte sie nun beim Weihnachtsbasar auf dem langen Flur, der Klassen- und Fachräume miteinander verbindet und wohl einer der am stärksten frequentierten Gänge in der Liebfrauenschule ist. Ausgestellt werden die Menschenpflichten noch einige Wochen, sodass gleichermaßen alle Schüler und Besucher sowohl im Unterricht, als auch beispielsweise beim Tag der offenen Tür dem Thema begegnen.

(mah)
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