Gute Laune bei der Union: Wahlkampf beschert der CDU Aufbruchstimmung

Gute Laune bei der Union : Wahlkampf beschert der CDU Aufbruchstimmung

Die Christdemokraten  blicken zurück auf die Wahl von Tim Grüttemeier zum Städteregionsrat und nach vorn auf die Europawahl. In Simmerath wurden die Weichen für die nächsten Monate gestellt.

„Wahnsinn, ein Jahr ist schon um, ein Jahr, in dem so viel passiert ist.“ Mit diesen Worten eröffnete CDU-Kreisvorsitzender Hendrik Schmitz den Kreisparteitag Aachen-Land in der Tenne in Simmerath-Eicherscheid. Dort hatten sich 129 Stimmberechtigte versammelt, um zurückzublicken und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Ende Oktober 2017 nahm der neue Vorstand des CDU-Kreisverbandes seine Arbeit auf. Und er wurde sofort gefordert, als der inzwischen wieder genesene Kreisgeschäftsführer Carsten Mannheims längerfristig erkrankte. Schon zu diesem Zeitpunkt, so Hendrik Schmitz, erwies sich der Vorstand als ausgezeichnetes Team. Mitten in dieser Phase ohne hauptamtlichen Geschäftsführung „erreichte uns dann ziemlich exakt zum 71. Geburtstag von Helmut Etschenberg die Nachricht, dass sich unser Freund aus seiner Funktion als Städteregionsrat aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen muss“, berichtete Schmitz. Wahlkampf stand plötzlich an, eine Findungskommission musste her, ein Kandidat, eine Wahlkampagne. „Wir erlebten eine Aufbruchstimmung von der ersten Minute an.“

600 Termine absolvierte Tim Grüttemeier. Mit Plakaten, Flyern und bei Hausbesuchen wurden die Bürger versucht zu überzeugen. Doch Hendrik Schmitz hob vor allem den erstmals in dieser Weise so ausgetragenen Online-Wahlkampf hervor. In 28 Tagen  seien die Kampagne-Videos rund 55 000 mal geklickt worden. Die Junge Union habe mit dem „Team Tim“ Großartiges bewirkt, so Schmitz. Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermmans lobte den „nach vorne gerichteten, modernen Wahlkampf“, den die CDU gemacht habe.

Kritik an den Grünen

Tim Grüttemeier bedankte sich für die „Riesenunterstützung“, die er erfahren habe. Was ihn nicht überzeugt habe, sei die Unterstützung der Grünen gewesen. Vorsichtig formulierte er: „Das war ausbaufähig.“ Grüttemeier mahnte dann: „Nun haben wir die Pflicht, zu liefern. Die Themen wie Digitalisierung, Bildung und Mobilität müssen angegangen werden.“ Sein Vorgänger hinterlasse „sehr, sehr große Fußstapfen“ und es gebe keine Zeit, sich auszuruhen. Im Beisein von Monschaus Bürgermeisterin Margareta Ritter und Bernd Goffart, Vorsitzender CDU Gemeindeverband Simmerath, unterschrieb  Grüttemeier dann die Annahme der Wahl. Helmut Etschenberg freute sich über den Generationenwechsel, den er als „gut gelungen“ bezeichnete. Eine gute „Durchmischung“ von jungen Leuten, Frauen und erfahrenen Kräften forderte er auch für alle anderen Gremien.

Mit Blick auf die Europawahl in sechs Monaten sagte Hendrik Schmitz, es sei Aufgabe der CDU als Europapartei dafür zu arbeiten, dass Europa wieder positiv gesehen werde. Er forderte von der Bundesebene klare Zeichen: „Wir brauchen eine europäische Armee, und die Beitrittsverhandlungen mit der Türkei müssen beendet werden. Liebe Türkei, das passt nicht. Da brauchen wir endlich eine klare Kante.“  (gkli)

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