Aachen: Vor „Peer Gynt“ gibt‘s im Theater eine Einführung

Aachen: Vor „Peer Gynt“ gibt‘s im Theater eine Einführung

Die Vorstellung „Peer Gynt“, dramatisches Gedicht von Henrik Ibsen, im Theater Aachen kann man am Samstag, 22. März, mit dem Helene-Weber-Haus besuchen.

Der norwegische Bauernsohn Peer Gynt will: Alles! Er träumt sich in seiner Phantasie in hohe Sphären, bricht kopflos zu einer Weltreise auf, nicht ohne vorher seine Mutter Aase zu verprellen und kurz noch die Braut eines anderen zu entführen, um sie dann achtlos zurückzulassen. In seiner Lebensgier treibt er sich in Trollwelten, in der heißen Wüste Afrikas und auf den Meeren herum, kommt zu Reichtum, verarmt, ist Frauenverführer, Sklavenhalter, Schatzjäger, gibt sich als Kaiser und als Prophet, lässt über all die Jahre seine große Liebe Solveig immer wieder warten — und muss am Ende von ihr aus den Fängen des Knopfgießers befreit werden, der ihn zum Mittelmaß umschmelzen will. „Sei du selbst!“ war immer der Anspruch gewesen, doch Peer kommt sich am Ende vor wie eine Zwiebel, die nichts ist, wenn man Schale um Schale entblättert.

Ibsens dramatisches Gedicht ist phantastisches Märchen und Gesellschaftskritik zugleich. Der Anti-Held Peer Gynt sprengt in seiner Hybris alle Maßstäbe und wird erst im Scheitern wieder Mensch. Ein Mitarbeiter des Theaters wird im Spiegelfoyer eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung eine Einführung in das Stück geben. Treffpunkt ist um 19.00 Uhr im Spiegelfoyer des Theaters Aachen. Für die Kartenreservierung ist eine vorherige Anmeldung im Helene-Weber-Haus unbedingt erforderlich bis Donnerstag, 6. März, unter 02402/95560 oder auf www.heleneweberhaus.de.