Eschweiler: Vertreter aller Feuerwehren nehmen an Sicherheitsseminar teil

Eschweiler : Vertreter aller Feuerwehren nehmen an Sicherheitsseminar teil

Die Arbeit bei der Feuerwehr ist mit Sicherheit kein leichter Job, denn in manchen Situationen kann es selbst für einen gut ausgerüsteten Retter durchaus gefährlich werden. Aber nicht nur im Einsatz, sondern auch bei Übungen kann etwas schief gehen.

Erst recht, wenn der Umgang mit den Geräten noch erlernt werden muss, wie zum Beispiel bei der Jugendfeuerwehr. Die Jugendlichen zwischen 10 und 18 Jahren üben jede Woche unter den Augen ihrer Ausbilder in ihren Gruppen die Aufgaben bei der Feuerwehr. Doch was ist, wenn doch mal etwas passiert?

Ein falscher Handgriff beim Bedienen eines Strahlrohrs oder einmal unachtsam aus den großen Fahrzeugen ausgestiegen. Wann und wie sind die Mitglieder der Jugendfeuerwehr und der Feuerwehr allgemein versichert? Zu diesen und weiteren Fragen gab die Unfallkasse NRW jetzt bei einem Seminar in der Feuerwache in Eschweiler Antworten. Es wurde organisiert von Eschweilers Stadtjugendwartin Marie Luise Göldner und ihrem Jugendbetreuer-Team.

Sicherheitsbeauftragte, Jugendwarte und Betreuer aus allen Feuerwehren der Städteregion Aachen kamen zum Florianweg, um sich zu informieren. Kreisbrandmeister Bernd Hollands und Kreisjugendfeuerwehrwart Ralf Welsch freuten sich, 30 Teilnehmer begrüßen zu dürfen. Durch das Seminar führte Stephan Burkart von der Unfallkasse NRW, der sich mit der Arbeit der Feuerwehren und den damit verbundenen Unfallrisiken gut auskennt.

In seinem Vortrag erläuterte er das System der Versicherung, die Entstehung und ihre Aufgaben. Besonders aufmerksam betrachtet wurde der Schwerpunkt Jugendfeuerwehr. Anhand von Beispielfällen und Bilddarstellungen erfuhren die Teilnehmer, dass die Kinder und Jugendlichen gut versorgt sind, falls der Unglücksfall eintreten sollte. Auch die Unfallverhütung war ein großes Thema.

Die Ausbildung der Jugendlichen bedarf erhöhter Aufmerksamkeit. Kinder haben Ruhezeiten in der Nacht, die beispielsweise bei einer 24 Stunden Übung eingehalten werden müssen. Da sie nicht schwer heben dürfen, können Alternativen geschaffen werden: So können Atemschutzgeräte für Übungszwecke aus Kunststoffrohren und der passenden Lackierung nachgebaut werden oder man kann einzelne Rollschläuche tragen, anstatt einen Tragekorb mit gleich mehreren Schläuchen zu nutzen

. Diese und weitere Beispiele wurden von Stephan Burkhardt während des Seminars erläutert und unter den Teilnehmern ausgetauscht.

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