Eschweiler: Verlegung der Buslinie käme Stadt ziemlich teuer

Eschweiler: Verlegung der Buslinie käme Stadt ziemlich teuer

Im Dezember hatten sich bei einem Ortstermin in der Kinzweiler Straße zehn Bürger zusammengefunden. Die Bürger - fast ausschließlich Anwohner - forderten die Verlegung der Buslinie durch die Schwarzwaldstraße. Die Busse machten viel Lärm, führen zu schnell und lösten Vibrationen in den Häusern aus, hieß es.

Man einigte sich bei der Ortsbesichtigung der Kinzweiler- und Schwarzwaldstraße darauf, dass die Aseag eine sorgfältige Stellungnahme mit Kostenschätzung abgeben sollte.

Diese Stellungnahme ist nun eingetroffen: Die Verlegung kostet 45.000 Euro. Dies müssten alle Steuerzahler aus städtischen Mitteln aufbringen. 1999 haben die Steuerzahler bereits den derzeitigen Ausbau der Haltestellen in Kinzweiler- und Oberstraße bezahlt. Aufgrund der Abbiegeradien können durch die Schwarzwaldstraße keine Gelenkbusse fahren. Das beidseitige Parken auf der Schwarzwaldstraße wäre nicht mehr möglich.

Die Fahrer werden von der Aseag nachhaltig angewiesen, das vorgeschriebene Tempo 30 einzuhalten. Bei Beschwerden sind die Anwohner gebeten, Kennzeichen und Uhrzeit zu notieren und dies der Aseag zu melden.

„Diese Stellungnahme kann nicht wegdiskutiert werden”, so Dietmar Schultheis (SPD). „Die Haushaltssituation ist nicht nur schlecht, sie ist die schlechteste seit 60 Jahren. Alle Kommunen stecken in einer tiefen Finanzkrise, und 45.000 Euro würden uns im Sozial-, Jugendhilfe-, Schul-, Sport- oder Kulturhaushalt fehlen. Ich tendiere dazu, die bisherige Linienführung aus diesem Grund beizubehalten, auch wenn die Beschwerden der Bürger durchaus nachvollziehbar sind”, so Schultheis.

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