Veranstaltung im Berufskolleg Eschweiler

„Tag der Berufsfelderkundung“: „Kein Abschluss ohne Anschluss“

Theorie ist gut, Praxis nicht selten besser. Und in den möglicherweise späteren Beruf hineinschnuppern können junge Menschen eigentlich nicht früh genug.

Am 9. April des kommenden Jahres sollen nun rund 280 Schüler aus den 8. Klassen des Städtischen Gymnasiums, der Gesamtschule Waldschule, der Realschule Patternhof, der Willi-Fährmann-Schule sowie der Adam-Ries-Schule die Gelegenheit erhalten, einen Tag lang einen Betrieb oder ein Unternehmen von innen kennenzulernen.

In Kooperation mit der Kommunalen Koordinierungsstelle im Bildungsbüro der Städteregion Aachen veranstaltet die Stadt Eschweiler dann im Rahmen des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ den „Tag der Berufsfelderkundung“.

In Zeiten des demographischen Wandels und des damit einhergehenden Fachkräftemangels sei der Übergang von der Schule in das Berufsleben ein besonders wichtiger Schritt, erklärt Bürgermeister Rudi Bertram. Dies gelte nicht nur für die Schüler, sondern auch für die Schulen und die Unternehmen. „Ich kann mich gut erinnern, dass wir noch vor gar nicht so langer Zeit die Unternehmen beinahe angefleht haben, Auszubildende zu nehmen. Heute suchen die Unternehmen händeringend nach Nachwuchs- und späteren Fachkräften", so der Verwaltungschef.

Aus diesem Grund werden rund 600 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen eingeladen, sich an diesem Projekt zu beteiligen, den Schülern Einblicke in den Berufsalltag zu gewähren und somit bei den allerersten Schritten in Sachen Berufswahl aktiv mitzuwirken. Neben der Stadtverwaltung Eschweiler und dem Energiekonzern RWE Power AG haben auch das St.-Antonius-Hospital, die Spedition Hintzen, der Elektrobetrieb Acksteiner sowie der Automobiltechniker Kilburg bereits die Bereitschaft erklärt, am Projekt teilzunehmen.

„Die zum Schuljahr 2012/2013 ins Leben gerufene Initiative ‚Kein Abschluss ohne Anschluss’ dient der frühzeitigen Berufsorientierung und verfolgt das Ziel, Schülern aller weiterführenden Schulformen eine Anschlussperspektive für Ausbildung oder Studium aufzuzeigen“, macht Gabriele Kilka von der „Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule-Beruf-Studium“ der Städteregion deutlich. Ausgangspunkt sei zunächst die individuelle Potenzialanalyse, während der jeder Schüler von ausgebildeten Personen bei der Lösung unterschiedlichster Aufgaben beobachtet wird.

Der Fremdeinschätzung des Prüfers wird dann die Selbsteinschätzung des Schülers gegenübergestellt. „Die Potenzialanalyse ist eine Momentaufnahme und setzt den ersten Impuls für Schüler, sich mit den eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten in Bezug auf die Arbeitswelt auseinanerzusetzen“, so Gabriele Kilka. Der nächste Schritt sei dann ein „Praxistag“ in einem Betrieb, bevor in der 9. Jahrgangsstufe ein mehrwöchiges Praktikum für die Schüler folgt.

Bis zum 15. Januar 2019 können Betriebe und Unternehmen ihr Interesse zur Teilnahme am „Tag der Berufsfelderkundung“ erklären. Weitere Informationen sind im Internet unter www.staedteregion-aachen.de/bildungsbuero unter der Rubrik „Übergang Schule-Beruf-Studium“ zu finden.

(ran)
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