Das Jahr 2018 in Eschweiler, Teil 1: Unwetter, Karneval, das Stadtfest und der Indeland-Triathlon

Das Jahr 2018 in Eschweiler, Teil 1 : Unwetter, Karneval, das Stadtfest und der Indeland-Triathlon

In der Karnevalshochburg Eschweiler sorgte die fünfte Jahreszeit im ersten Halbjahr 2018 für viel Freude. Aber es gab auch andere Ereignisse, die die Bürger glücklich machten oder sie verärgerten.

Januar

  • Orkantief verwüstet: Mit orkanartigen Böen reißt Tief „Burglind“ auch in Eschweiler eine Schneise der Verwüstung. Den Stadtwald trifft es besonders hart, es dauert Wochen, die Schäden zu beseitigen. Wie durch ein Wunder wird jedoch niemand verletzt.
  • Prinz proklamiert: Im Rahmen einer rauschenden Proklamation und Ballnacht erhob Komitee-Präsident Norbert Weiland den Narrengardisten Patrick Nowicki und seinen Zeremonienmeister Michael Körfer in den närrischen Adelsstand.
  • Flugplatz Merzbrück: Es gibt neue Pläne für den Flugplatz Merzbrück: Landebahn, Technologiezentrum und Gewerbegebiete sind nur einige davon. Auch RWTH und FH Aachen planen ein Pilotprojekt.
  • Feuerwehr im Dauereinsatz: Das nächste Sturmtief erschüttert die Region. „Friederike“ richtete jedoch nicht so viel Schaden an, wie „Burglind“ zwei Wochen zuvor.

Februar

  • Aufwendig saniert: Die Dachkonstruktion der außergewöhnlichen Bergrather Kirche wird erneuert. In der einjährigen Bauzeit bleibt das Gotteshaus komplett gesperrt.
  • Von Blumenkübel erschlagen: Nachdem ein dreijähriger Junge im September 2015 in einem Restaurant am Blausteinsee ums Leben kam, musste sich der Gastwirt vor Gericht verantworten. Gegen eine Zahlung von 5000 Euro wird das Verfahren eingestellt.
  • Karnevalshochburg: Eschweiler Mundartbands feiern Fettdonnerstag zusammen mit Tausenden Karnevalisten beim Jecke-Tön-Festival. Prinz Patrick I. stürmt am Karnevalssamstag erfolgreich das Rathaus, Bürgermeister Bertram kapituliert widerstandslos. Höhepunkt ist der Rosenmontagszug, bei dem rund 180.000 Jecke bei Regen, Kälte, Schnee und Sonne seiner Tollität zujubelten.
  • Reizangriff: Nach dem Rosenmontagszug kommt es am Markt zu einer Schlägerei, bei der insgesamt 14 Personen verletzt werden, davon zwei Polizisten. Drei Notärzte und zehn Rettungswagen kümmern sich um die Opfer.
  • Freispruch: Eine 47-Jährige Eschweilerin wird von der Anstiftung zum Mord freigesprochen. Der Tod des Ehemanns im bulgarischen Urlaubsort gibt weiterhin Rätsel auf.

März

  • Inde wird umgestaltet: Wasserverband und Stadt führen erste Gespräche über die rund 100 Kilometer Wasserläufe in Eschweiler. Die Inde soll wieder erlebbar werden,außerdem spielt Hochwasserschutz eine wichtige Rolle.
  • Ausbau: Die Zahl der Kita-Plätze in der Indestadt wächst und wächst. In Kinzweiler werden zwei weitere Gruppen eröffnet, in Dürwiß geht eine Einrichtung in Betrieb.
  • Finale Bauphase eingeläutet: Die neue Weisweiler Mitte nimmt Formen an. An der Baustelle wird Richtfest gefeiert.
  • Neu aufgerollt: Der grausame Mord an Christian L. im August 2015 hat ein juristisches Nachspiel. Der Haupttäter bleibt im Gefängnis, aber der Prozess gegen zwei Mittäter wird neu aufgerollt.
  • Streikwelle: Die Streiks im öffentlichen Dienst treffen Eschweiler nicht so schlimm wie gedacht. Nur Rathaus und Kitas bleiben dicht, der Busverkehr ist kaum betroffen.
  • Wasser-Panne: Ein Rohrbuch hinter der Trinkwasseraufbereitungsanlage Hastenrath lässt die Verbraucher jubeln. Sie bekommen ihr Wasser nun aus der Dreilägerbachtalsprerre Roetgen und freuen sich über weicheres Wasser.

April

  • Nächtliche Flammen: Eine Lagerhalle an der Grachtstraße brennt komplett aus. 100 Feuerwehrleute sind im Einsatz, es entsteht ein Schaden in Höhe von 150.000 Euro.
  • Rekord: Die Veranstaltung „Bleibt wach!“ lockt zahlreiche Jugendliche in die Pfarrkirche St. Peter und Paul. 52 Besucher bilden einen neuen Rekord.
  • Langjährige Verbundenheit: Etwa 200 Jecke aus Eschweiler fahren nach Frankreich, um mit der Partnerstadt Wattrelos Karneval zu feiern.
  • Unentschuldigt gefehlt: Der Neustart eines Vergewaltigungsprozesses schlägt fehl. Der Angeklagte, der eine Frau nach dem Besuch einer Eschweiler Disco vergewaltigt haben soll, erschien nicht bei der Verhandlung.
  • Interkommunales Gewerbegebiet: Ministerpräsident Armin Laschet eröffnet mit dem symbolischen Spatentisch das Baugebiet „Am Grachtweg“, das zwischen Eschweiler und Inden entsteht. Hier sollen 500 neue Arbeitsplätze entstehen.
  • Umweltbelastung: Der Anteil von giftigem Stickstoffdioxid in der Luft ist zurückgegangen. Die Konzentration des Gases in der Innenstadt sank innerhalb von acht Jahren um etwa 20 Prozent.
  • Verkehrssituation in Hehlrath: Die Stadt Eschweiler plant, den Feldweg am Autohaus zur Straße auszubauen. Auch ein Bürgerhaus und Zukunftspläne für das Areal der Alten Schule sind ein Thema.
  • Frühlingsstadtfest: Unter dem Motto „farbig vernetzt“ zeigen Kinder und Jugendliche ihre Talente als Straßenmaler. Beim Street-Food-Festival gibt es kulinarische Köstlichkeiten aus fernen Ländern.

Mai

  • Wachsame Augen: 23 Paten sorgen dafür, dass die Eschweiler Kinderspielplätze stets in Schuss bleiben. Sie kümmern sich darum, immer ein sicheres Umfeld für die Kinder zu schaffen.
  • Anwohner empört: Ein 40-Meter-Monstermast stößt auf massiven Protest bei den Hüchelner Anwohnern. Sie sehen die Gesundheit in Gefahr und einen Wertverlust der Immobilien. Auftraggeber sind die Telekom, Vodafone und die Deutsche Bahn, die einen Telekommunikations-Hauptverteiler installieren wollen.
  • Hilfe für die Vorzeigestadt: In Sachen Nachhaltigkeit ist Eschweiler bereits eine große Nummer im Land. Ein Entwicklungskoordinator sorgt für zusätzlichen Schub in den Bereichen Umweltschutz, Bildung, Ernährung und vielen mehr.
  • Abwechslungsreiches Programm: Trotz des ungemütlichen Wetters besuchen viele Bürger den 10. Familientag der Städteregion am Blausteinsee. Das Miteinander der Kulturen steht bei dem Fest im Mittelpunkt.
  • Weniger Geld: Die Stadt muss für die Volkshochschule weniger zahlen, der Zuschuss sinkt auf knapp 170.000 Euro. Diese finanziell erfreuliche Entwicklung hängt hauptsächlich mit den Integrationskursen zusammen, die seit über zwölf Jahren an der Volkshochschule unterrichtet werden.
  • Digitalisierung: Nachdem die technischen Voraussetzungen geschaffen wurden, können Parktickets in Zukunft mit dem Handy gelöst werden. Kleingeld braucht man damit nicht mehr.
  • Falsche Route: Eine Tour der Linie 6 führt in Dürwiß eigentlich an der Grundschule vorbei. Diese wird jedoch immer wieder vergessen, Kinder mussten nun am Ortsrand aussteigen. Die Eltern zeigen sich fassungslos.
  • Jubiläum: Kinzweiler St.-Blasius-Schützenbruderschaft feiert ihren 300. Geburtstag mit vielen Gästen und großem Programm.
  • Flammeninferno: Eine Familie aus Dürwiß erlebt mit 25.000 weiteren Besuchern den Großbrand im Europapark. Es kommt Panik auf, aber die drei Eschweiler kommen wohlbehalten mit dem Schrecken davon.

Juni

Der Kirschenhof in Eschweiler wird zum Haus der Geschichte und soll die neue erste Adresse für Eschweiler Historie werden. Foto: Patrick Nowicki
  • Neuanfang: Stadt und Familie Lehnen kaufen das Areal des Kirschenhofs. An der Dürener Straße soll das „Haus der Geschichte“ entstehen, das zur neuen ersten Adresse für Eschweiler Historie werden soll.
  • Gewalt: Innerhalb von zwei Tagen wird die Polizei zu zwei größeren Schlägereien in der Innenstadt gerufen. Auch Baseballschläger kommen zum Einsatz.
  • Wohnungsmarkt: An vielen Stellen in der Stadt stehen Baukräne, zahlreiche neue Wohnungen sollen in den nächsten Jahren entstehen. Trotz einiger Vorteile wächst der Druck auf den Wohnungsmarkt.
  • Top-Adresse: Die Golfanlage Haus Kambach feiert Silberjubiläum. Trotz schwieriger Zeiten hält der Club ein Top-Niveau und zählt über 730 Mitglieder.
  • Abschied: Die beiden Urgesteine Manni Wienands und Dieter Wolf verabschieden sich aus dem Geschäftsführenden Karnevalskomitee. René Costantini und Karl-Heinz Kamm treten in ihre großen Fußstapfen.
  • Alte Schätze: 75 Oldtimer gehen bei der 17. Classic-Tour des Automobilclubs Eschweiler an den Start. Der Marktplatz verwandelt sich in eine Oldie-Bühne mit rollenden Träumen in Blech und Chrom.
  • Erfolg: Der Zollfahndung gelingt es, eine Drogenbande in Eschweiler zu zerschlagen. Mehrere Waffen werden sichergestellt, drei Männer werden festgenommen.
  • Großes Wiedersehen: Das Festwochenende „50 Jahre Umsiedlung Lohn“ weckt viele Erinnerungen. Viele Menschen aus dem ehemaligen Kirchspiel sind zu Besuch, um historische Fotos anzuschauen.
  • Umbenennung: Das Städtische Seniorenzentrum an der Marienstraße heißt bald „Villa Faensen - Haus der Begegnung“. Der Name entstand aus einem Wettbewerb, an dem sich mehr als 70 Bürger beteiligten.
  • Unfälle: Bei zwei schweren zusammenstößen auf der Hastenrather und Stolberger Straße werden mehrere Personen schwer verletzt.
  • Sportlich: Bei der 11. Auflage des Indeland-Triathlons herrscht beste Stimmung. Viele fleißige Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf. 1717 Sportler stürzen sich in den Blausteinsee, das ist ein neuer Rekord.
  • Einsatz: Ein Brand auf dem Gelände der EWV am Hagelkreuz sorgt für mehrere Hunderttausende Euro Schaden. Das Feuer vernichtet Kranwagen und Trafo, der Baumarkt muss wegen Gasgeruchs geräumt werden.

Zum zweiten Teil des Jahresrückblicks geht es hier:

Teil 2: Juli - Dezember

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