Eschweiler: „Universitätsstadt” Eschweiler: Abschlussarbeiten auf hohem Niveau

Eschweiler: „Universitätsstadt” Eschweiler: Abschlussarbeiten auf hohem Niveau

Rund 600 Studentinnen und Studenten betreut das Studienzentrum der Fern-Uni Hagen an der Eichendorffstraße. Einige der Absolventen, die durch hervorragende Abschlussarbeiten auf sich aufmerksam gemacht haben, wurden am Dienstagabend im Rahmen einer Feierstunde im Ratssaal der Stadt geehrt.

Die Geldpreise wurden in diesem Jahr gestiftet von der Raiffeisen-Bank Eschweiler, der Steuerberatungsgesellschaft Wolfgang Peschkin und von Bürgermeister Rudi Bertram.

Marc André Hermanns, Informatiker am Forschungszentrum Jülich, belegte mit seiner Arbeit den ersten Platz. Als durchaus typischer Fern-Uni-Student sprach er davon, dass die Kombination aus Vollzeitarbeit, Teilzeitstudium und vierköpfiger Familie wohl nicht immer ganz einfach gewesen sei. Was ihn mit seinen Absolventen-Kollegen jedoch verbinde, sei die Lust am Lernen und die Einsicht in Weiterbildung als Erfolgsfaktor in einer modernen Gesellschaft.

Da sei die Fern-Uni genau die richtige Plattform, betonte Kirsten Pinkvoss, die die Hagener Universität am Dienstagabend vertrat. Die Fern-Uni erfreue sich regen Zuspruches und sei genau deshalb mittlerweile die größte Hochschule Deutschlands. Wichtig sei aber auch die Zusammenarbeit mit den Kommunen, die mit den Studienzentren vor Ort die intensive Betreuung der Studentinnen und Studenten erst ermögliche.

Einen außergewöhnlichen Festvortrag hielt Philosophieprofessor Dr. Kurt Röttgers zum Thema „Globalisierung”. Eine US-Gesellschaft zum Beispiel, die sich einst als Schmelztiegel der Nationen und Kulturen rühmte, bringe leider nicht mehr als eine Popkultur auf dem niedrigst möglichen Niveau zustande. Sollten wir also tatsächlich auf dem Wege einer globalisierten Welt-Einheitskultur sein, sollten wir aufpassen, nicht der Universalisierung der Dummheit zu verfallen.

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