Falke Bergrath: Trainer Daniel Hoven will den direkten Aufstieg

Falke Bergrath : Trainer Daniel Hoven will den direkten Aufstieg

In der vorigen Saison hätte es beinahe schon geklappt. Erst im Relegationsspiel gegen den SV Genclerbirligi Baesweiler musste man den Traum vom Aufstieg noch begraben. In dieser Spielzeit möchte der SV Falke Bergrath raus aus der Kreisliga C — für Trainer Daniel Hoven sind die kommenden sechs Spiele richtungsweisend.

Der 37-Jährige Daniel Hoven ist seit der Winterpause der vergangenen Saison Trainer des SV Falke. In der Hinrunde ging er selbst noch auf Torejagd, in der Rückrunde verzichtete er weitestgehend darauf, sich selbst aufzustellen. In dieser Saison ist er ausschließlich Trainer.

„Höchstens, wenn alle Stürmer ausfallen“, so Hoven, würde er die Fußballschuhe nochmal schnüren. Peter Ripphausen, sportlicher Leiter von Bergrath, kennt Hoven schon lange und holte ihn auch, zunächst als Spieler in seinen Verein. Ripphausen war es auch, der ihn dann überzeugte, den Trainerposten zu übernehmen.

Aufstiegsexperte Daniel Hoven

Mit seiner Mannschaft ist Hoven komplett zufrieden. Die Trainingsbeteiligung sei überragend, auch charakterlich sei das Team sehr stark. Hoven weiß, wie der Amateurfußball funktioniert. Als B- und A-Jugendlicher spielte er in Dürwiß auf Verbandsebene, nach der Jugend spielte er beim Kohlscheider BC und beim SV Breinig in der Landesliga.

Danach folgte jedoch ein Schritt zurück, damit er wieder mit seinen Freunden spielen konnte. Mit dem FC Adler Werth — der mittlerweile zur SG Stolberg fusionierte — stieg er mehrfach auf, auch mit dem TSV (heute Columbia) Donnerberg marschierte er von der Kreisliga C in die Kreisliga A. Diese Erfahrung mit Aufstiegen soll ihm auch in dieser Saison helfen, das Ziel gibt der Trainer klar aus.

Die ersten fünf Spiele der neuen Saison konnten allesamt gewonnen werden. Mit einem Torverhältnis von plus 20 steht man dennoch nur auf Platz zwei, die Zweitvertretung des SG Stolberg hat ein um ein Tor besseres Torverhältnis. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Aufstieg tatsächlich realisiert werden kann. In der Kreisliga C, Staffel 3 hat sich bislang eine klare Zwei-Klassen-Gesellschaft gebildet. Die ersten sieben Mannschaften haben nach fünf Spieltagen bislang alle mindestens zwölf Punkte sammeln können, zwischen dem Siebten und Achten klafft bereits jetzt eine Lücke von sechs Punkten.

Gegen genau diese Top-Teams spielt Bergrath jetzt hintereinander. Zunächst empfängt man Alemannia Mariadorf II (aktuell 5. Tabellenplatz.), danach folgt erneut ein Heimspiel, der aktuelle Tabellenführer aus Stolberg kommt zum Spitzenspiel. Dann folgen die Spiele gegen die DJK Dorff (7.), den FC Büsbach (6.), Columbia Donnerberg II (4.) und gegen BSC Schevenhütte (3.). Nach diesen „Wochen der Wahrheit“, wie Hoven sie nennt, wird die Tabelle deutlich an Aussagekraft dazugewonnen haben.

Falke Bergrath bleibt eigenständig

Eine Fusion mit einem anderen Verein für eine größere Wettbewerbsfähigkeit schließt Hoven indes aus. Die über 600 Mitglieder seien glücklich in dem sehr gut geführten Verein, die große Jugendabteilung hob Hoven auch nochmal hervor. Es sei nun jedoch an der Zeit, dass seine Mannschaft einen Schritt nach oben macht. Mit C-Liga-Fußball möchte sich Hoven nicht zufrieden geben.

Seine Mannschaft sei stärker als im vergangenen Jahr. Den Umweg über die Relegation möchte Hoven im besten Fall vermeiden, der direkte Aufstieg ist sein Ziel. Nach den kommenden Partien weiß er, ob sein Ziel auch der Realität entspricht.

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