Eschweiler: Timmendorfer Malteser zu Gast in Eschweiler

Eschweiler : Timmendorfer Malteser zu Gast in Eschweiler

Sie schunkelten, sie bützten und verbreiteten überall Frohsinn. Die Karnevalisten in der Städteregion Aachen feierten ausgelassen bis zum Aschermittwoch. Während die Feiernden mit Tanz und Gesang die jecken Tage begingen, gab es für die zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte in der fünften Jahreszeit viel zu tun.

Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz — sie alle gewährleisten mit ihrer Arbeit einen reibungslosen und sicheren Ablauf des närrischen Treibens. Für die Malteser aus Eschweiler bedeutete die Hochphase von Fettdonnerstag bis Aschermittwoch wie für alle beteiligten Hilfsorganisationen in der Städteregion ein erhöhtes Arbeitsaufkommen.

Da war es gut, dass Unterstützung aus dem hohen Norden kam. So traten acht Helfer aus der befreundeten Gliederung Timmendorfer Strand die weite Reise an, um die Eschweiler Malteser bei ihrer Arbeit im Karneval mit zusätzlicher Manpower zu verstärken.

Verpflegung für 150 Helfer

Und zu tun gab es reichlich bei dem straffen Programm der Malteser während der tollen Tage: Am Fettdonnerstag wartete die Gliederung neben insgesamt 36 ehrenamtlichen Helfern mit einem Notarzteinsatzfahrzeug sowie mit einem Rettungswagen für den Eschweiler Straßenkarneval auf. Zusätzlich galt es noch die Verpflegung für die rund 150 Helfer der anderen beteiligten „Blaulichtorganisationen“ zu stellen, die an diesem Tag im Einsatz waren.

Nach einem Dienst am Freitag in Aachen stand für die Helfer der Gliederung Eschweiler eine Pause am Samstag an. Zeit, um den Gästen aus dem hohen Norden die Stadt zu zeigen und diese näher mit dem Treiben in der Karnevalshochburg Eschweiler vertraut zu machen. Beim letzten Besuch in Timmendorf im vergangenen September wurde den angereisten Helfern zum Beispiel eine Stadtführung in Lübeck geboten.

Nach der kurzen Abwechslung folgte dann ein arbeitsreicher Sonntag für die Gliederung. Während ein Teil der Helferschaft einen Dienst in Aachen absolvierte, stellte man gleichzeitig einen Rettungswagen (RTW) und Helfer für den Karnevalsumzug in Gressenich. Der krönende Abschluss im Straßenkarneval ist nicht nur für die Karnevalisten der Rosenmontag.

Auch für die Malteser bildete der Eschweiler Karnevalsumzug das Highlight der Sanitätsdienste in diesen Tagen. Neben zwei Unfallhilfsstellen, die die insgesamt 39 Helfer der Gliederung aufbauten und betreuten, waren zwei RTW, ein Krankentransportwagen (KTW) sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug an dem Tag im Einsatz. Ein genügend großes Aufgebot, um die Verletzten und Hilfesuchenden medizinisch zu versorgen.

915 Stunden im Einsatz

Auch dank der Helfer aus Timmendorf, die am Veilchendienstag erschöpft, aber sehr zufrieden nach ihrem Ausflug in den Eschweiler Karneval ihre Heimreise antraten. Mit den drei Helfern aus Schleswig-Holstein waren insgesamt 72 Helfer aktiv, die zusammen 915 Helferstunden von Fettdonnerstag bis Rosenmontag im Stadtgebiet Eschweiler, Stolberg und Köln ableisteten.

Behandeln mussten sie in den jecken Tagen meist Bagatellverletzungen und Feiernde, die eine Pause vom Trubel und vom Alkoholkonsum brauchten. Arbeitsintensiv wurde es dann noch mal am Rosenmontag, als sich ein nicht unbedingt alltäglicher Einsatz ereignete. Eine Reizgasattacke im Eschweiler Festzelt löste einen MANV-Alarm (Massenanfall von Verletzen) aus. In dieser Situation galt es für die beteiligten Einsatzkräfte, sich gemeinsam um die Verletzen zu kümmern.

Lukas Ritgens, der Stadtbeauftragte der Malteser, war mit seinen Helfern vor Ort und zog ein positives Fazit zum Einsatz: „Ich bin sehr stolz, dass engagierte Helferschaft so besonnen und entschlossen bei diesem Einsatz gehandelt hat. Sie haben Hand in Hand mit allen beteiligten Organisationen der öffentlichen Gefahrenabwehr gearbeitet.“

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