Eschweiler: Theateraufführung Liebfrauenschule: „Marionetten“ versprechen tollen Abend

Eschweiler : Theateraufführung Liebfrauenschule: „Marionetten“ versprechen tollen Abend

Es ist nicht leicht, ein Theaterstück auf die Bühne zu bringen, noch dazu, wenn es sich um eine Komödie handelt und das Thema des Stücks — künstliche Intelligenz - gerade brandaktuell ist. Doch der Literaturkurs der Bischöflichen Liebfrauenschule hat die Herausforderung angenommen und arbeitet auf Hochtouren an Stück „Marionetten“ von Edmund Linden.

In knapp einer Woche wird das Stück in der Aula zu sehen sein, doch bis dahin wird noch einige Male geprobt werden. „Jetzt geht es um den Feinschliff“, erklärt Lehrerin Veronika Hummel. Das bedeutet, es wird an der Betonung gearbeitet, darauf geachtet, dass die Pointen sitzen und dass die Kostüme und Requisiten stimmig sind. „Wichtig ist, dass die Persönlichkeit der Figuren passt und dass es eine Übereinstimmung zwischen den Schülern und ihren Rollen gibt“, berichtet sie. Und das ist gar nicht so leicht, wie sich Lennart Schmitz und Christina Meyer erinnern.

Gerade am Anfang sei es schwer gewesen, sich fallen zu lassen, sich in der Rolle wahrzunehmen und sich auch mal vor den anderen bloßzustellen. „Aber das Tolle ist zu sehen, wie jeder mit der Zeit in seine Rolle hineingewachsen ist“, sind sich die beiden Hauptdarsteller einig. „Dazu braucht es vor allem Mut — auch mal Mut zur Albernheit“, weiß Veronika Hummel. Den Kurs leitet sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Winfried Brinkhues. Das habe viele Vorteile, da man im Tandem deutlich stärker an der Präsentation arbeiten, gezielte Übungen und auch mal Einzelcoaching machen kann.

So wurden am Anfang Stimmübungen gemacht, Improvisation geübt und ein Gefühl für die Bühne aufgebaut, bevor es dann Anfang Oktober mit den Proben für das ausgewählte Theaterstück losging. Über Monate hinweg probten und veränderten sie auch am Wochenende Szene für Szene, bis schließlich „aus einem Textheft und falschen Requisiten ein Theaterstück entstand“, erinnert sich Christina Meyer. Und Lennart Schmitz ergänzt, dass das Großartige dabei vor allem die Gemeinschaft gewesen sei. Zusammen etwas entstehen zu lassen, sich gegenseitig zu unterstützen, Feedback zu geben und das Beste aus sich herauszuholen, das sei eine einmalige Erfahrung.

Ulk mit ernster Botschaft

Und dabei geht es nicht nur um die Darsteller auf der Bühne, auch hinter den Kulissen müssen die Abläufe sitzen und alles geplant sein. „Man sieht schließlich, dass das Selbstvertrauen wächst und dass die Schülerinnen und Schüler über sich hinauswachsen“, berichten Veronika Hummel und Winfried Brinkhues, die von den Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler manches Mal positiv überrascht wurden. Doch bei aller Vorbereitung - ein wenig Aufregung bleibt, denn „wir wollen, dass die Leute bei den Aufführungen Spaß und einen tollen Abend haben“, sagt Christina Meyer, und Lennart Schmitz meint: „Es wird ein ulkiges Spektakel mit einer aktuellen Thematik und einer auch durchaus ernsten Botschaft. Die Zuschauer können gespannt sein, was sich hinter dem Titel „Marionetten“ verbirgt.

Zum Inhalt wird noch nichts verraten. Nur so viel: Es geht um künstliche Intelligenz und es wird auch die ein- oder andere Überraschung geben. Veronika Hummel und Winfried Brinkhues blicken der Aufführung zuversichtlich entgegen: „Die Jugendlichen sind super engagiert und es hat viel Spaß gemacht. Jetzt hoffen wir auf zwei tolle Abende.“ Wer also wissen möchte, was sich die Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses der Liebfrauenschule ausgedacht haben und was sich hinter dem Titel der Komödie verbirgt, der ist eingeladen, sich am Montag, dem 18. Juni, und Dienstag, dem 19. Juni jeweils ab 19:30 Uhr in die Welt der künstlichen Intelligenz entführen zu lassen .

(kaba)
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