Eschweiler: Tauwetter an der August-Thyssen-Straße: Die Eishalle macht dicht

Eschweiler: Tauwetter an der August-Thyssen-Straße: Die Eishalle macht dicht

Jetzt steht es fest: Nach 27 Jahren gehört die Eissport-Ära in Eschweiler der Vergangenheit an. Der „Eistreff” an der August-Thyssen-Straße wird seine Türen nicht mehr öffnen.

„In den letzten Wochen, beim derzeitigen Winterwetter, habe ich zwar noch das eine oder andere Mal überlegt, die Halle wieder zu öffnen - aber es geht einfach nicht mehr”, sagt Markus Dohmen, der seit 1997 als Nachfolger seiner Vaters Walter die Halle führte. Der hatte die Eissporthalle 1982 errichtet. Eine Halle, in der vor allem Eishockey boomte.

Dass die Halle bis zuletzt wirtschaftlich blieb, war nur mit einem außergewöhnlichen Arbeitseinsatz schaffen, betont Markus Dohmen. Von einer 40-Stunden-Woche konnte Dohmen, der neben der eigentlichen Eishalle auch Shop, Schlittschuhverleih, Pistenbar und Restaurant in Eigenregie betrieb, nur träumen.

Als jetzt zwei langjährige Mitarbeiterinnen alters- und krankheitsbedingt ausfielen, stand Dohmens Entschluss fest. Da er selbst aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht länger fast rund um die Uhr mit anpacken konnte, zog Markus Dohmen einen Schlussstrich. Steigende Kosten, die nicht aufzufangen waren, machten ihm die Entscheidung leichter.

Der Versuch, einen Käufer zu finden, der die Eissporthalle als solche weiterbetreibt, schlug fehl: Es gab zwar einen Interessenten, aber der war wohl nicht ganz koscher. Gegen ihn laufe inzwischen ein Strafantrag.

Geöffnet ist inzwischen nur noch die angegliederte Spielhalle. „Die bringt mir wenigstens die Kosten für Versicherung, Strom etc. in der Halle wieder rein”, sagt Markus Dohmen. Was aus der rund 2500 Quadratmeter großen Halle wird, ist noch offen.

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