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Trotz Hitze und Trockenheit: Talsperren sind weiter gut gefüllt

Trotz Hitze und Trockenheit : Talsperren sind weiter gut gefüllt

Der langen Hitze- und Trockenperiode zum Trotz sind die Talsperren der Region gut gefüllt. Deshalb ist nach Angaben der Enwor GmbH auch die Wasserversorgung in Stolberg und Eschweiler gesichert. Zu verdanken ist das dem vielen Regen im vergangenen Winter.

Die aktuelle Hitze und der generell trockene Sommer stellt die Wasserversorgung in der Region offenbar nicht vor ein akutes Problem. Das betont die Enwor GmbH, die rund 270.000 Menschen in Stolberg und in Teilen von Eschweiler sowie in Herzogenrath, Würselen, Alsdorf, Baesweiler und Roetgen versorgt.

„Wir entnehmen das Wasser über den Talsperrenverbund aus einigen Talsperren in der Nordeifel. Und die sind aktuell gut gefüllt“, betont Frank Wernicke. Er ist Leiter Qualitätssicherung im Bereich der Wassergewinnung und Wasseraufbereitung für die WAG (Wassergewinnungs- und aufbereitungsgesellschaft Nordeifel mbH).

Das aus der Dreilägerbachtalsperre entnommene Wasser stammt aus dem Talsperrenverbund der Nordeifel. Derzeit wird Wasser aus der Urfttalsperre (Füllstand rund 16,5 Millionen Kubikmeter von maximal 45,5) in den Obersee abgelassen. Vom Obersee (17,1/17,8) wird Wasser entnommen und über Pumpen und Leitungen in die Kalltalsperre (1,5/2,1) und letztlich die Dreilägerbachtalsperre (3,0/3,67) gebracht und von dort zur Trinkwasseraufbereitung an der Trinkwasseraufbereitung (TWA) Roetgen entnommen. Die Wehebachtalsperre (betrieben vom Wasserverband Eifel-Rur) ist nicht in den Talsperrenverbund integriert. Hier wird Trinkwasser der WAG produziert und direkt in das Trinkwasserverteilungsnetz der Enwor eingespeist. Für die Versorgung wird auf dieses Wasser allerdings nur bei Störungen im Wassertransportnetz zurückgegriffen.

„Die Wasserstände sind durchweg gut und liegen im langjährigen Mittel“, erklärt Wernicke. Wichtig für gute Füllstände sei, dass der Winter ausreichend nass ist. „Und genau das war im letzten Jahr der Fall. Wenn es zwischen Oktober und April ordentlich regnet, fällt die sogenannte ‚Wasserernte‘ gut aus. Deshalb sinken die Füllstände in diesem Jahr bisher planmäßig.“

Etwas anders könne es sich in Gebieten verhalten, die durch Grundwasser versorgt werden. Über die Aufbereitungsanlagen in Binsfeldhammer und Hastenrath werden Menschen im Stadtbereich Stolberg und Eschweiler versorgt. Sollte es hier zu einer Knappheit kommen, würde diese durch das Einspeisen von Trinkwasser aus den Talsperren der Nordeifel kompensiert.

Trotz der entspannten Lage bittet die Enwor darum, sparsam mit Trinkwasser umzugehen, um Kapazitätsprobleme im Trinkwassernetz gar nicht erst aufkommen zu lassen. „Im Zuge des Klimawandels ist der sorgsame Umgang mit sämtlichen Ressourcen im Sinne aller“, betont Frank Wernicke.