Eschweiler: „Tag des offenen Himmels“ vermittelt die Faszination fürs Fliegen

Eschweiler : „Tag des offenen Himmels“ vermittelt die Faszination fürs Fliegen

Ein Tag der offenen Tür beim Modellflug-Club Eschweiler (MFC) müsste streng genommen „Tag des offenen Himmels“ heißen. Einen solchen gab es am Samstag auf dem Club-Feld zwischen Dürwiß und Kinzweiler bei sonnigem Flugwetter zu erleben.

Einmal unverbindlich reinschnuppern in die Welt des Modellbaus und des Fliegens ist für die rund 100 Mitglieder des 1978 gegründeten Vereins Ehrensache. Wer es jetzt am Wochenende nicht geschafft hat, dem sei das 40-jährige Jubiläum des MFC am 1. und 2. September empfohlen. Da gibt es erneut ein großes Modellflug-Wochenende, das die ganze Faszination dieses Freizeitsports erlebbar machen wird.

„Es ist ein extrem facettenreiches Hobby“, so Frank Portheine, der erste Vorsitzende des MFC. Man könne sowohl dem technischen Aspekt des Modellbaues wie auch dem Flug-Gefühl jede Menge Spaß abgewinnen. Tatsächlich verstehen sich viele der Mitglieder als echte Ingenieure und Konstrukteure, sie investierten viel Zeit in den Bau und die Wartung ihrer Modelle. Fluggeräte gibt es prinzipiell entweder elektroangetrieben, mit Benzin- bzw. Methanol-Motor oder sogar mit einer Turbine ausgestattet. Die E-Modelle bieten eine kontinuierliche Balance. Die spritbetriebenen Modelle verlangen wegen der sich im Verlauf eines Flugs ändernden Treibstoffmenge eine etwas sensiblere Steuerung.

Sich mit anderen in der Kunst des Fliegens messen kann man übrigens in verschiedenen Klassen und Wettbewerben, auch clubübergreifend. Da gibt es zum Beispiel eine reine Kunstflug-Klasse, in der feste Programme und Figuren, von einer Jury bewertet, geflogen werden. Oder die Segelflug-Modelle, die in einer Art Eco-Klasse mit limitierter Energie und punktgenau wieder gelandet werden müssen.

Modellfliegen sei nicht per se ein teurer Spaß, bestätigt MFC-Schriftführer und Jugendwart Matthias Eickhoff, der am Samstag beim Tag der offenen Tür die Faszination am fliegenden Objekt mit einigen jungen Gästen des Clubs praktizierte. Klar, wer einen waschechten turbinengetriebenen Jet mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 400 km/h durch die Luft schicken möchte, darf dafür auch schon mal tiefer ins Portemonnaie greifen. Aber auch für einen schlankeren Geldbeutel bekomme man flugfertige Modelle in Fachgeschäften. Ein wenig skeptisch sieht man beim MFC die steigende Attraktivität von Coptern und Racing-Drohnen. „Fliegen“, so Matthias Eickhoff, „erfordert immer auch Regeln, die es einzuhalten gilt. Wir teilen unser Wissen gerne. Das ist ein guter Grund, zu uns zu kommen.“

Der Vereins-Nachwuchs trainiert dienstags ab 17.30 Uhr auf dem Flugfeld. Natürlich nur bei geeignetem Wetter. Wenn das schlechter ausfällt, geht es in den sogenannten Bastelraum des Clubs in Warden. „Über noch mehr Nachwuchs freuen wir uns selbstverständlich“, so Matthias Eickhoff. „Aber Mitglied werden ist kein Muss. Kollegiales Zusammensein, technischer Erfahrungsaustausch mit den Experten oder einfach nur mal Modelle einfliegen geht bei uns immer.“

Wer sich autodidaktisch ans Fliegen heranwagt, der erlebe oft anfangs eine Menge Frustration. Hier bietet der Club Unterstützung und Kaufberatung für Neueinsteiger, damit der Spaß wieder im Vordergrund steht. Alles Wissenswerte zum MFC und zu den anstehenden Terminen findet man auf der Website des Clubs unter www.mfc-eschweiler.de.

(psi)