Kreis Düren/Eschweiler: Synodentagung: In kleinen Schritten geht es vorwärts

Kreis Düren/Eschweiler: Synodentagung: In kleinen Schritten geht es vorwärts

Auf der Tagung der Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) in Bad Neuenahr hat sich der Evangelische Kirchenkreis dafür starkgemacht, angesichts der Globalisierung mit kleinen konkreten Schritten für mehr Gerechtigkeit einzutreten.

In Bad Neuenahr tagten die 233 Mitglieder der Synode aus den 39 rheinischen Kirchenkreisen zwischen Emmerich und Saarbrücken, zwischen Aachen und dem Oberbergischen. Aus dem Kirchenkreis Jülich nahmen fünf Delegierte teil: Superintendent Pfarrer Jens Sannig, Pfarrer Mathias Schoenen, Presbyter Herbert Standke, Presbyterin Jürin Fritzlar und Presbyter Hans-Joachim Schwabe.

Die Verhandlung verschiedener Themen in Bad Neuenahr wurde auch beeinflusst durch Anträge der Jülicher Kreissynode. So sind zum Beispiel die wirtschaftliche Globalisierung und ihre Folgen für die Menschen in der Dritten Welt, aber auch in unserem Land, ein Thema, für das sich der Kirchenkreis schon seit Jahren starkmacht, nicht zuletzt Superintendent Sannig und der Wassenberger Presbyter Hans-Joachim Schwabe. Als Kirche dürfe man nicht nur fordern, sondern müsse auch das eigene Verhalten ändern.

Die rheinische Kirche hat Beschlüsse der vergangenen Synodaltagungen inzwischen umgesetzt: Ihre Rücklagen wurden nach ethischen Kriterien angelegt, es gibt für Kirchengemeinden und Kirchenkreise Rahmenverträge zur Nutzung von Naturstrom, es werden schadstoffarme Dienstwagen genutzt, die Vergabe von Arbeiten an Dritte und die Materialbeschaffung erfolgt zunehmend nach ökofairen Standards, hieß es.

Superintendent Sannig: „Das alles sind kleine Schritte, die aber in den nächsten Jahren durch ihre öffentlichkeitswirksame Vorbildfunktion sehr wohl Einfluss nehmen können auf das Verbraucherverhalten der 2,8 Millionen Christinnen und Christen in der rheinischen Kirche.”

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