Kneipenquiz in Eschweiler: Sven Baumann bringt die Gehirnzellen zum Glühen

Kneipenquiz in Eschweiler : Sven Baumann bringt die Gehirnzellen zum Glühen

Das Kneipenquiz wurde vor einem Jahr in Eschweilers Schnellengasse eingeführt und soll jetzt nach einer Sommerpause wieder mit Fragen, die oft ordentlich Gehirnschmalz erfordern, zurückkehren.

Auf der britischen Insel gehört ein „Pub Quiz“ zu jeder Kneipe, genau so wie Bier und Snacks. Die Fragen locken besonders wochentags zahlreiche Besucher an die Theke, die in Gruppen rätseln und die Gemeinsamkeit genießen. Im vergangenen Jahr hielt das Konzept endlich Einzug in der Schnellengasse – und erfreute sich direkt größter Beliebtheit. Hinter dem „Kneipenquiz“, das im Juni 2018 im Schneckes startete, steckt Sven Baumann. Monatlich stellte er 90 Fragen zusammen, die oft ordentlich Gehirnschmalz erforderten. Seit Karneval wurde eine Sommerpause eingelegt, am 24. September soll das Quiz nun zurückkehren.

„Das ist schon ein Alleinstellungsmerkmal in der Gegend“, erklärt Baumann, der sich selbst als „Leseratte und Sportjunkie“ bezeichnet. Im Schnitt zog es bis zu 70 Mitquizzer an den Dienstagen in die Schnellengasse, bis zu vier Personen durften dabei ein Team formen, deren Ergebnisse in einer Gesamtwertung festgehalten wurden. Die Resonanz überraschte auch Baumann, der in die Fragen viel Ehrgeiz steckt.

„Nachdem der Kontakt hergestellt war, wollten wir das einfach mal testen. Ich hätte nicht gedacht, dass es dann so voll ist. Besonders schön ist es natürlich, wenn immer die Gleichen kommen.“ Mittlerweile kennt er auch die Teams und kann vergleichend auf die Fragenzettel schauen. Dass sich die Dauerteilnehmer mittlerweile bereits mit WhatsApp-Gruppen und Co. vorbereiten, sei natürlich toll, denn auch wenn das gesellige Zusammensein im Vordergrund stehe, müsse ja doch ein gewisser Ehrgeiz vorhanden sein.

Die Idee für die Quizrunde entstand schon etwas früher: Mit Freunden spielte er Fußball in Lohn und schnell stellte sich die Frage, was man nach dem Training zusammen machen kann. Also stellten sie sich gegenseitig Fragen, wobei Baumann besonders in der Rolle als Quizmaster viel Spaß entwickelte. Kurz darauf nahm er an einem Quiz in Aachen teil, ehe eine Bekannte sagte: „Mach doch mal eins in Eschweiler!“

Schnell stand der Kontakt zum Schneckes und erste Fragen wurden an Arbeitskollegen und der Ehefrau getestet. In drei Blöcken werden jeweils die Aufgaben gestellt: 30 allgemeine Fragen, 15 Themenfragen, 15 tagesaktuelle Themen und drei „Spezialblöcke“, in denen beispielsweise Blätter, Flaggen oder Musik bestimmt werden mussten.

Deutscher Meister im Schocken

Wichtig ist für den spielbegeisterten Baumann, der sich bereits deutscher Meister im Schocken nennen durfte, dass die Aufgaben verständlich sind und die Mischung von Themen und Schwierigkeit stimmt. So liegen selbst die Sieger oft nur bei 60 Prozent der Maximalpunktzahl, aber auch die schwächsten Teams schaffen immerhin 35 Prozent, erklärt er.

Thementechnisch sind kaum Grenzen gesetzt. Da die Teilnehmer vom Alter her sehr durchmischt sind, gibt es dabei natürlich immer kleinere Vorteile für das eine oder andere Team – Langeweile kommt jedoch sicher nicht auf. Dabei achtet Eschweilers Quizmaster stets darauf, weder für Produkte, noch Politik, Werbung zu betreiben. „Meistens kommen die Fragen kreuz und quer aus dem Kopf. Inspiration gibt es im Internet oder auch beim Spaziergang durch den Park genug“, betont er.

Als Vater und Hausbauer haben sich immer wieder neue Perspektiven eröffnet auf Themen, die er sogleich wieder im Quiz umsetzen konnte. „Dabei will ich natürlich auch selbst etwas lernen“, so Baumann, der sich keine Hinweise auf die Spielrunde im September entlocken lassen will. Nur so viel: Das Konzept bleibt wieder das Selbe. Jeder Teilnehmer bezahlt zwei Euro, von denen ein Euro in den Gesamtgewinn für das beste Team aller Spielrunden geht und der andere Euro fließt in den Tagesjackpot, der über die 15 aktuellen Fragen gewonnen werden kann.

„Der Vorteil ist, dass sich auf diese Kategorie jeder gleich gut vorbereiten kann“, erklärt Baumann, der sich über das viele positive Feedback freut. Familien, Freundeskreise und sogar ein Team mit einem ehemaligen Berufsschullehrer von ihm waren in der vergangenen Runde dabei und auch diesmal hofft er wieder auf so eine Resonanz. Schließlich gibt es noch viel zu lernen. Oder wüssten Sie die Antwort auf Baumanns Lieblingsfrage: Wer oder was ist Kangchendzönga? Die Antwort ist: Der dritthöchste Berg der Welt zwischen Nepal und Indien.

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