Eschweiler: Sultan Manfred Meier hält seine letzte Audienz

Eschweiler: Sultan Manfred Meier hält seine letzte Audienz

Es war ein riesiges Fest mit Bühnenshow, Tanz, Gesang und jeder Menge gute Laune. Die Abiturienten der Bischöflichen Liebfrauenschule scheuten am Dienstag keine Kosten und Mühen, um Lehrern und Schülern einen unvergesslichen Vormittag zu bereiten. Zu Beginn noch etwas nervös und unorganisiert, ließen es die Schulabgänger schließlich richtig krachen.

„Herzlich Willkommen. Ihr Flug nach Abu DhABI erreicht in wenigen Minuten sein Ziel. Ihre Flugbegleiter werden Sie in Kürze nach draußen geleiten.“ So lautete die zunächst harmlose Ansage über die Lautsprecher, bevor die Abiturienten mit Trillerpfeifen die Klassen der unteren Jahrgänge stürmten und sie anwiesen, den Raum zu verlassen. Am Ausgang erhielt jeder Schüler noch eine Hawaiikette, denn jetzt war schließlich Party angesagt. Auf dem Schulhof wurden die Schüler bereits von den Moderatoren „Sultan“ Eric Morsch und der bezaubernden Jill Ganser in Empfang genommen und zunächst einmal mit einem Tanz in Stimmung gebracht.

Mit Musik und Tanz sorgen die Abiturienten für Stimmung — von Glow bis Gamnam-Style ist alles dabei. Vorneweg Jill Ganser (2.v.links). Foto: Katja Bach

Die Beiden wurden jedoch in ihrem Programm unterbrochen, als sich plötzlich eine weiße Stretchlimousine den Weg auf den Schulhof bahnte. Nach spannenden Minuten, in denen man darüber rätselte, wer aus diesem Wagen aussteigen würde, lösten Eric und Jill das Geheimnis. Nacheinander stiegen die Beratungslehrer des Abiturjahrgangs aus dem luxuriösen Gefährt und fanden sich auf der Bühne ein. Und natürlich ließ es sich auch die Schulleitung nicht nehmen, nach AbuDhABI zu kommen: Bert Schopen und Dr. Manfred Meier verließen zuletzt die Limousine.

Auf der Bühne mussten sie dann die ersten Spiele bewältigen. Die Lehrer, natürlich stilecht allesamt Sultan eines bestimmten Landes, mussten zunächst einmal eingekleidet werden. Allerdings war auch dies mit einem Spiel verbunden: Schüler der Unterstufe sollten die Kleidung bei einem Wettrennen erwerben und auf die Bühne bringen.

Aus diesem Spiel ging Sultan „Ahmed“ Winfried Brinkhues als Sieger hervor und sicherte sich einen Vorsprung im Gesamtwettbewerb. Weiter ging es mit „Wein sammeln“, bei dem die Klassenvertreter mit kleinen Eimern Wasser durch einen Slalom-Parcours tragen mussten. Diesmal entschied Sultan „Takan“ Bert Schopen aus dem kalten Norden das Rennen für sich. Zwischen den einzelnen Herausforderungen animierte Jill Ganser ihre ehemaligen Mitschüler immer wieder zum Tanzen auf. Wie? Eine Gruppe Abiturienten zeigte die Tanzschritte auf der Bühne.

Tanz den Macarena

Beim bekannten Macarena-Tanz hielt es auch Sultan „Abdul“ Wolfgang Knippschild aus dem warmen Süd-Westen und Prinzessin „Aishe“ Eva Maria Thürwächter vom nahen Osten nicht mehr auf ihren Thronen.

Eine besondere Überraschung hatte Sultan Winfried Brinkhues aus seinem Heimatland mitgebracht: Sein Gastgeschenk war, nach alter Tradition, ein Auftritt mit dem Song „Sexy“ von Marius Müller Westernhagen. Dieses Geschenk kam beim Volk natürlich sehr gut an.

Ein Spiel stand schließlich noch aus, und die Teilnehmer versammelten sich gespannt zum „Münzensammeln“. Die Klassenvertreter und die Sultane mussten im Wüstensand zehn Münzen finden und zusammentragen, wobei es natürlich auf die Geschwindigkeit ankam. Der eindeutige Sieger stand nach wenigen Minuten fest: Sultan „Abdul“ Knippschild. Nach der Auswertung der letzten Ergebnisse schritt man zur Siegerehrung über. Den letzten Platz belegten gemeinsam Sultan Schopen und Sultan „Ali“ Rolf Schwoll vom weiten Süden. Dicht gefolgt von Prinzessin Türwächter. Den 2. Platz belegte Sultan Brinkhues, und nach dem letzten Spielerfolg, errang Sultan Knippschild den Sieg. Sein Preis war ein Abi-T-Shirt. Die Klassen, die für ihn ins Rennen gegangen waren, erhielten einen 25-Euro-Gutschein für den schuleigenen Kiosk. Das sorgte für riesige Freude bei der 5a, 7a, 8c und 9d. Zum Abschluss lud Sultan „Mohammed“ Dr. Manfred Meier noch einmal zum Feiern ein.

Laute Rufe

Es war sein letzter Abischerz, denn am Ende dieses Schuljahres verlässt auch der langjährige Leiter die Schule. „Es war noch einmal wirklich schön, und vor allem etwas ganz anderes als im vorherigen Jahr“, sagte er. Die „Dr. Meier“-Rufe seiner derzeitigen Schüler werden ihm wohl noch lange im Gedächtnis bleiben, und nach dem Abischerz kam er aus dem Autogrammeschreiben gar nicht mehr raus. „So eine Verabschiedung darf nicht jeder Schulleiter erleben“, erklärte er stolz. Kein Wunder, dass er da großzügig war und nach der 5. Stunde für alle frei gab. Auch Beratungslehrer Wolfgang Knippschild und Winfried Brinkhues sind sich einig: Diesen Abischerz haben ihre Schützling großartig vorbereitet und ausgeführt!

Unterstützt wurde die Abiturientia von einigen Eschweiler Unternehmen und der Freiwilligen Feuerwehr. Ihnen dankten die Schüler herzlich.

(kaba)