Stickoxidwerte gestiegen´: Eschweiler rätselt über Ursachen

Eschweilers Stickoxidwerte wieder gestiegen : Stadt drängt auf belastbare Daten

Die Hoffnung, dass Eschweiler seine ungeliebte Umweltzone in absehbarer Zeit wieder los wird, ist wieder in weite Ferne gerückt. Aktuell gehört die Indestadt zu den 57 Städten mit den höchsten Stickoxid-Werten in Deutschland. Entgegen dem Trend der letzten Jahre ist der NO2-Wert in Eschweiler 2018 wieder gestiegen – auf 42 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel. Der Grenzwert liegt bei 40 Mikrogramm.

Stickstoffdioxid gilt als Reizgas und dringt in die Lunge ein. Dort kann die Schleimhaut gereizt und eine Entzündung ausgelöst werden. Vor allem Kinder, ältere Menschen und Kranke wie Asthmatiker sind betroffen. Außerdem steigt das Risiko, dass sich Lungenerkrankungen verschärfen.

Die Messstation des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) befindet sich in der Nähe des Bushofs an der Indestraße Die ist seit Mitte 2016 Bestandteil der Umweltzone und seit Ende 2016 generell für Lkw gesperrt, und die Aseag fährt den Bushof nur mit Bussen mit grtüner Plakette an. E-Busse folgen ab kommendem Jahr..

Wieso Eschweilers Innenstadt (zumindest an dem einzigen Messpunkt) derart stickoxidbelastet ist, darauf gibt es bisher keine Antwort. Ein Erklärungsversuch ist das häufig erhöhte Verkehrsaufkommen, wenn die Indestraße bei Staus auf der Autobahn als Ausweichsstrecke genutzt wird, weil Navis die Umgehungsstraßen nördlich der Stadt nicht ausweisen. „Wir haben all das fgemacht, was die Bezirksregierung uns in den Luftreinhalteplan reingeschrieben hat“, betont der Technische Beigeordnete Hermann Gödde..

Um der Ursache für die erhöhten Werte auf die Spur zu kommen, sei es aber nötig, mehr als nur Monatswerte vom Lanuv übermittelt zu bekomme, wie die Stadt bereits beim Amt moniert habe. Antwort: Man beabsichtige, die Stadt im nächsten Jahr für eine kontinuierlichere Messung zu berücksichtigen.

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