Start des Weihnachtsmarkts in Eschweiler

Budenzauber öffnet Pforten : Der Weihnachtsmarkt weckt alle Sinne

Weihnachtlich war das Wetter am Freitag in der Innenstadt keineswegs. Aber der Citymanagement-Verein hat Wort gehalten und die gesamte Innenstadt in eine festliche Atmosphäre getaucht. Bei der „Nacht der Sinne“ waren es vor allem die Augen, die angesprochen wurden, als Künstler in leuchtenden Gewändern durch die Stadt schritten.

„Natürlich kann man bei der ‚Nacht der Sinne’ auch schmecken, riechen und hören“, wie es der Vorsitzende des Vereins, Klaus-Dieter Bartholomy, formulierte. Dabei meinte er allerdings vorrangig den Weihnachtsmarkt am Fuße der St.-Peter-und-Paul-Kirche.

Zum fünften Mal

Dort findet nun zum fünften Mal der Budenzauber statt, was kein Selbstläufer ist, woran alle Redner bei der Eröffnung erinnerten. Vor allem finanziell stellt die Organisation eine große Hürde dar, muss doch eine fünfstellige Summe gesammelt werden. Bernhard Müller dankte darum auch den beiden Vorstandskollegen, die sich maßgeblich eingebracht haben: neben Bartholomy auch Heinz Nießen. „Die beiden haben in dieser Woche mehr Kilometer zurückgelegt als ein Profifußballer“, sagte er. Bartholomy selbst dankte wiederum auch Bettina Thelen, Michael Esser und Ines Tiede, die fleißig am Gelingen mitgearbeitet haben.

Der „geistige Vater des Weihnachtsmarkts“, wie in Bernhard Müller nannte, war diesmal nicht mit von der Partie: Der erkrankte Bürgermeister Rudi Bertram wurde vom Technischen Beigeordneten Hermann Gödde vertreten, erhielt aber viele Genesungswünsche. Gödde selbst lobte vor allem den Citymanagement-Verein und dessen Engagement: „Die Stadt verdankt ihnen sehr viel“, sagte er und lobte den Weihnachtsmarkt: „Er wird von Jahr zu Jahr schöner!“ Er passe auch deswegen so gut zu Eschweiler, weil er mit seiner fünften Auflage nun als Tradition gelte und der zweistöckige Glühweinstand an einen karnevalistischen Prinzenwagen erinnere.

In der Tat hat der kleine, aber feine Weihnachtsmarkt am Fuß der St.-Peter-und-Paul-Kirche sein Gesicht verändert. In der Mitte steht nun ein großer zweistöckiger Getränkestand mit überdachten Sitz- und Stehplätzen. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass man in diesem Jahr bewusst auf einen Weihnachtsbaum im Zentrum des Budenzaubers verzichtet hat. Dies führt jedoch nicht zum Verlust des weihnachtlichen Flairs: Die zahlreichen Holzbuden sind festlich geschmückt, alles erscheint im weihnachtlichen Glanz. Im etwa 300 Quadratmeter großen Zelt kann man die Arbeiten von Hobbykünstlern bewundern, erwerben und so den Gabentisch mit Dekorationen aller Art, Büchern, Karten, Holzarbeiten und mehr decken. Auch eine Krippe kann dort gekauft werden.

Verkaufsoffen zum Abschluss

Am Abschlusstag des Weihnachtsmarktes, am vierten Advent, werden auch die Geschäfte in der Innenstadt ihre Pforten öffnen, damit Spätberufene noch ihre Weihnachtseinkäufe erledigen können. Der verkaufsoffene Sonntag lockt am 23. Dezember von 13 bis 18 Uhr nicht nur in die City, sondern auch ins Auerbachcenter. Dort ist ein Kinderweihnachtsmarkt mit Eisstockschießen, Hexenhaushüpfburg und Ständen mit Leckereien aufgebaut. Zwischen Innenstadt und Center fährt zudem der Oldtimer-Shuttle-Bus. Gratis natürlich.

Wieder beteiligen sich zahlreiche Organisationen am weihnachtlichen Geschehen in der Eschweiler Innenstadt. Der Lions-Club Eschweiler-Ascvilare bietet am Samstag und kommenden Samstag sowie am Abschlusssonntag Grünkohl mit Mettwurst vor der Rathausresidenz in der Grabenstraße an. Der Erlös kommt einem wohltätigen Zweck zugute. Die Päckchen des Kinderschutzbundes sind am Weihnachtsmarkt deutlich zu sehen: Sie schmücken nicht mehr die zentrale Tanne, sondern die Bäume auf dem Marktplatz und umrahmen somit den Weihnachtsmarkt.

Am Freitag gab es, wenn auch bei wenig weihnachtlichen Temperaturen, einen Vorgeschmack auf die kommenden zwei Wochen. Peter-Heinz Arnolds stimmte die Gäste mit Weihnachtsliedern auf die besinnliche Zeit ein, der Nikolaus stapfte mit eintägiger Verspätung durch die Reihen und beschenkte jedes Kind mit einem Apfel.

Appetit auf mehr Weihnachtsmarkt? Er ist ab sofort von montags bis freitags ab 16 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Wer etwas essen und trinken möchte, hat bis 21 Uhr Gelegenheit dazu: Bis dahin gibt es Glühwein, Reibekuchen, Waffeln und mehr.

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