Eschweiler: Städtisches Seniorenzentrum heißt ab Juli „Villa Faensen — Haus der Begegnung“

Eschweiler : Städtisches Seniorenzentrum heißt ab Juli „Villa Faensen — Haus der Begegnung“

Mockeföttchen, Kaffee-Büdje, Schwade-Hüsje oder Freizeitzentrum für Junggebliebene — an Vorschlägen für den Namen des Städtischen Seniorenzentrums mangelte es nicht. 71 Bürger beteiligten sich an dem Wettbewerb und machten mehr als 160 Vorschläge.

Jetzt hat die Jury entschieden und sich auf den historischen Hintergrund des Hauses an der Marienstraße berufen: Villa Faensen — Haus der Begegnung. Zwölf Menschen schlugen diesen oder einen ähnlichen Namen vor. Sie alle sollen nun einen Anteil des Preisgeldes in Höhe von 600 Euro erhalten, das die Sparkasse Aachen ausgelobt hat. Der neue Name soll ab dem 1. Juli gelten.

Seit zweieinhalb Jahren wird die Seniorenarbeit in der Villa Faensen vom Projekt „Eschweiler Quartier Zentrum“ betrieben. Inzwischen liegen Zahlen vor, die unterstreichen, wie stark die Angebote angenommen werden. Im vergangenen Jahr zählte man in der Einrichtung 8433 Besucher im sogenannten „Regelbetrieb“. Hinzu kamen noch Menschen, die an besonderen Veranstaltungen wie die „Seniorenwoche“, das Quartiersforum oder „Sport und Bewegung“ teilnahmen. Dies waren nochmal 1949 Personen. Für die Stadtverwaltung sind diese Zahlen ein Beweis dafür, dass gute Arbeit geleistet werde und die „Angebotsstruktur auf positive Resonanz“ stößt.

Die Quartiersmanager arbeiten am Programm der kommenden Monate. Im Oktober sollen wieder Themen für ältere Menschen in den Mittelpunkt rücken, wenn die Seniorenwoche stattfindet. Derzeit sind folgende Veranstaltungen vorgesehen: Quartiersforum zum Thema „Kultursensible Pflege“ in Eschweiler, ein Besuch des Eschweiler Stadtwaldes, „Fitness und Gesundheit im Alter“, ein Oktoberfest, „Sicherheit im Alter“ und „Pflegeleistungen im Alter — Entlastung für ältere Menschen und pflegende Angehörige“. Die Parteien Die Linke und die SPD kündigten an, weitere Vorschläge für Veranstaltungen zu unterbreiten. Die Seniorenwoche beginnt am 8. Oktober.

232.000 Euro Personalkosten

Dass diese Veranstaltungen gut besucht werden, untermauert die Statistik des vergangenen Jahres. Die Seniorenwoche zählte mit 300 Besuchern zu den beliebtesten Veranstaltungen. Übertroffen wurde sie nur von dem seit August 2017 wöchentlich stattfindenden Angebot „Sport und Bewegung“ mit 350 Teilnehmern. Als sehr beliebt erwies sich auch das alle zwei Wochen angebotene Bingo mit 360 Mitspielern sowie das ebenfalls alle zwei Wochen auf dem Programm stehende Skatspiel mit 144 Teilnehmern. Jeweils 100 Besucher wurden bei der Karnevalsfeier, beim Treffen mit den Senioren aus Wattrelos und beim Sommerfest mit Live-Musik gezählt.

Die städtische Seniorenarbeit ist im Amt für Soziales, Senioren und Integration angesiedelt. 4,65 Stellen sind im Plan der Stadt dafür vorgesehen. Die Personalaufwendungen beziffert die Stadtverwaltung mit 232.000 Euro. Sämtliche Parteien im Stadtrat lassen keinen Zweifel daran, dass die Arbeit dort im bisherigen Sinne fortgesetzt werden soll.

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