Eschweiler: Stadtfest: Tausende Besucher in der sonnigen Indestadt

Eschweiler: Stadtfest: Tausende Besucher in der sonnigen Indestadt

Na, das war doch wieder mal ein Stadtfest, das sich gelohnt hat. So eine „rappelvolle“ Indestadt hat schon man lange nicht mehr gesehen. Dicht gedrängt schoben sich die Menschen am Sonntag durch Eschweilers Einkaufsstraßen und die Geschäftsleute hatten alle Hände voll zu tun, dem Andrang gerecht zu werden.

Eine Shoppingtour, die sich für die Stadtfestbesucher gestern besonders lohnte, denn Schnäppchenpreise und dicke Prozente gab es zuhauf. Dabei erwiesen sich viele Geschäftsleute auch als wunderbare Gastgeber und verwöhnten ihre Kunden mit Häppchen und Getränken. Und jede Menge Attraktionen.

Planschen und dabei auch noch Gold finden. Die Kleinen hatten beim Kinder- und Jugendtag ihren Spaß.

Die Autoschau der Eschweiler (und eines Stolberger) Autohändler erwies sich wieder mal als eine wunderbare Kulisse für das Stadtfest. Hans-Josef und Denise Koch vom gleichnamigen Autohaus hatten erstmals die traditionelle Veranstaltung organisiert und zeigten sich gestern mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Und während die Damen in aller Ruhe in den Boutiquen stöbern konnten, nahmen die Herren der Schöpfung die Neuheiten des Automarktes ausgiebig unter die Lupe und steckten ihre Köpfe unter die Motorhauben. 140 Modelle hatten die Autohändler „auf den Laufsteg dekoriert“, der sich von der Marienstraße über Grabenstraße, Englerthstraße, Neustraße bis zur Uferstraße zog.

Mit dabei waren die Autohäuser Koch, Willms, Zittel, Jungkeit, Sazma, B&K, Westphal, Kohl, Gerhards, Zabka und Elektronic Hermanns. Die Händler führten gestern unzählige Verkaufsgespräche und vereinbarten etliche Termine für Probefahrten. „Das hier lohnt sich für jeden Autohändler“, bestätigte Karina Westphal von Opel Westphal, die mit 16 mobilen Schönheiten den Catwalk an der Neustraße bereicherte. Auch Helmut Willms (Autohaus Willms) strahlte mit der Sonne um die Wette, als sich die Menschen um seinen ausgestellten Fuhrpark drängten. Alles in allem hatten alle gut Lachen, denn das Auto ist nach wie vor des Deutschen liebstes Kind.

Zwischen den automobilen Schönheiten präsentierte sich unter anderem auch das Technische Hilfswerk, das in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert, die Wirtschaftsbetriebe Eschweiler (WBE), die Städteregion, die Jugendfeuerwehr und die Bundeswehr. Die Biker für soziales Engagement hatten ihre attraktiven Feuerstühle an der Marienstraße geparkt und sammelten für den guten Zweck: für ein Kinderhospiz in Aachen und für die Mobile Jugendarbeit.

Die Stadt war ordentlich in Bewegung: Zahlreiche Glücksräder drehten sich, ein Karussell chauffierte seine kleinen begeisterten Gäste Runde um Runde durch die bunte Welt und an den Imbissständen herrschte absoluter Hochbetrieb. Einige Eiscafé und Restaurantbesitzer hatten ihre Terrasse mit einigen Tischen und Stühlen erweitert. Und das war gut so, denn hier gab es zeitweise kein freies Plätzchen mehr.

14 Organisationen

Während in der Innenstadt die Erwachsenen ihren Spaß hatten, waren die kleineren Stadtfestbesucher auf dem Marktplatz in ihrem Element. Der Kinder- und Jugendtag des Stadtjugendrings Eschweiler, der übrigens zum zweiten Male innerhalb eines Stadtfestes stattfand, ließ die Kleinen ins Schwärmen geraten. 14 Organisationen (Stadtjugendring, Mobile Jugendarbeit, Arbeiterwohlfahrt Dürwiß, Deutscher Kinderschutzbund, Familienzentrum Jahnstraße, Fahnenschwenker St. Jöris, Familienzentrum St. Marien, Pfadfinder Deutschritter und Hohensteiner, BdSJ Eschweiler, Eifelverein Eschweiler, Evangelische Kirche Eschweiler, Jugendfeuerwehr, Kinderferienwerk Röhe und die Nothberger Burgwache) hatten verschiedene Spielstände aufgebaut und sorgten mit einem Showprogramm aus Tanz und Musik für eine Riesengaudi.

Auf der großen Bühne, auf der am Abend zuvor drei junge Bands den markt rockten (mehr dazu lesen Sie auf der 4. Lokalseite), lieferten sich Jugendliche Dance Battles in Hip-Hop und Popping. Unglaublich, was die Eschweiler Jugend zu bieten hat. Wenn da nicht mal das ein oder andere Talent entdeckt wurde.

Beeindruckende Choreographien gab es auch von den Tanzmädels „Black Berrys“ von der Mobilen Jugendarbeit, von einer Tanzgruppe der Evangelischen Kirche Eschweiler und von der Nothberger Burgwache.

Die Pfadfinder machten ein schönes Feuerchen und luden zum Stockbrot-Backen ein. Alles unter Aufsicht natürlich. Für den Notfall war ja da auch noch die Jugendfeuerwehr, die ihre Arbeit mitten auf dem Marktplatz präsentierte. Heiß begehrt war natürlich die Goldgräberwaschanlage. Laut jauchzend fischten die Kleinen glänzende Goldstücke aus dem Wasser.

Wem das zu nass war, konnte sich auch an einem Riesenflipper versuchen oder Sonnenschilder bemalen, oder Teelichter aus Ton formen und anschließend mit Glitzersteinen bekleben. Oder an einem Trommelkursus teilnehmen. Oder auf der Hüpfburg toben, sich schminken lassen und vieles vieles mehr. Fazit: Das war ein rundum gelungenes Fest.

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