Stadt Eschweiler sorgt für Wildblumenwiesen

Wildblumenwiesen für Eschweiler : Die Stadt will für „blütenreiche Teppiche“ sorgen

Gefährdung und Rückgang der heimischen Insekten sind unbestritten. Um aktiv zur Artenvielfalt beizutragen, wird der Baubetriebshof der Stadt Eschweiler daher in den kommenden Tagen Teile von Grünanlagen, die bisher als Rasen genutzt wurden, in Wildblumenflächen umwandeln.

Das teilte die Stadt mit. „Schafgarbe, Glockenblume, Margerite und Co. werden dann das Stadtbild bereichern.“ Auch für die Insektenwelt, insbesondere Wildbienen und Schmetterlinge, sind die Pflanzen wertvolle Pollen- und Nektarquellen. Von dem Insektenreichtum profitieren auch andere Tiere wie Fledermäuse und Vögel.

Mahd frühestens im Spätherbst

Eingesät werden unter anderem Teilbereiche der Grünanlage Indestraße/Bushof, der Grünflächen an der Weisweilerstraße, an der Grundschule Dürwiß, der Nothberger Straße und der Stadionstraße. Hierzu wird zunächst der vorhandene Rasen so kurz wie möglich gemäht und die Grasnarbe aufgerissen. Der lose Rasenfilz wird aufgenommen und abtransportiert.

Auf den vorhandenen teilweise offenen Boden wird ein Saatgut, bestehend aus Wildblumen und Wildkräutern aus regionaler Herkunft, aufgebracht. „Die Flächen sehen zwar zunächst noch braun aus, werden sich aber im Frühjahr und Sommer zu blütenreichen Teppichen entwickeln“, teilt die Stadt mit. Um eine ungestörte Entwicklung zu ermöglichen, sollen diese Flächen im Gegensatz zum herkömmlichen Rasen nicht betreten werden. Die Wildblumen werden im Laufe des Sommers eine Höhe von 80 bis 120 Zentimeter erreichen.

Eine Mahd der Flächen wird frühesten im Spätherbst, bei ausgewählten Flächen auch erst im zeitigen Frühjahr erfolgen. Einige Pflanzenarten sind auch mit ihren Fruchtständen durchaus attraktiv. Mit ihren hohen Stängeln halten sie Winterquartiere für Insekten bereit, und ihre Samen werden auch gerne von Vögeln als Winternahrung genutzt.

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