Eschweiler-Hücheln: St.-Rochus-Bogenschützen Hücheln feiern mit großem Gefolge

Eschweiler-Hücheln : St.-Rochus-Bogenschützen Hücheln feiern mit großem Gefolge

In gewisser Weise war es eine Familienangelegenheit, an der jedoch zahlreiche Menschen in Hücheln Anteil nahmen. Von Samstag bis Dienstag feierte die St.-Rochus-Bogenschützenbruderschaft Hücheln-Wilhelmshöhe ihr Schützenfest.

An den beiden ersten Tagen regierte dabei mit Maria-Helene Lünemann noch die erste Schützenkönigin in der nun 111-jährigen Geschichte der im Jahr 1907 gegründeten Bruderschaft, bevor am Montagmorgen während des Kirchgangs ihr Ehemann Klaus Peter Lünemann von Pfarrer Guido Mönchhalfen zu ihrem Nachfolger gekrönt wurde.

Musikalische Begleitung: Das Trommler- und Pfeiferkorps Kinzweiler führte den Königsumzug der St.-Rochus-Bogenschützenbruderschaft Hücheln-Wilhelmshöhe am Montagabend an. Foto: Andreas Röchter

Doch der Reihe nach: Der Startschuss zum Schützenfest in Eschweilers Osten fiel am Samstagnachmittag, als unter der musikalischen Begleitung des Trommler- und Pfeiferkorps Kinzweiler die St.-Rochus-Schützen die Feierlichkeiten mit Visiten und Ständchen quer durch den Ortsteil eröffneten. Im Festzelt an der Wilhelmshöhe folgte ein „Großer Zapfenstreich“, Alleinunterhalter Peter-Heinz Arnolds machte seinem Namen einmal mehr alle Ehre und Sängerin Laura Wings heizte den Gästen und Zuhörern stimmlich mächtig ein.

Darüber hinaus wurde ein Schützenquartett für seine jahrzehntelange Vereinstreue ausgezeichnet: Jakob Flecken trägt die Uniform der St.-Rochus-Bogenschützenbruderschaft seit 50 Jahren, Heinz Hammer engagiert sich seit vier Jahrzehnten, Karl Pantke und Markus Mertens sind seit einem Vierteljahrhundert aktiv.

„Früh aufstehen“ lautete die Devise am Sonntagmorgen, denn um 7 Uhr stand das wohlklingende „Wecken“ auf dem Programm, dem sich im Laufe des Vormittags ein gemütlicher Frühschoppen anschloss. Während des Festumzugs am Abend huldigte die Hüchelner Bevölkerung dann der noch amtierenden Schützenkönigin Maria-Helene Lünemann.

Neben den St.-Rochus-Bogenschützenbrüdern waren die befreundeten Bruderschaften aus Weisweiler, Hamich und Heistern sowie Vertreter des Löschzugs Weisweiler der Freiwilligen Feuerwehr und der KG Lätitia Blaue-Funken-Artillerie Weisweiler beim farbenfrohen „Treck“ durch den Ort mit von der Partie. Für „klingendes Spiel“ sorgten erneut das Trommler- und Pfeiferkorps Kinzweiler, die Spielmannszüge Grün-Weiß Eschweiler und der Freiwilligen Feuerwehr sowie die Bovenberger Musikanten Heistern.

Wenig später proklamierte Brudermeister Harald Kaltenbach im Festzelt die neuen Majestäten: Maria-Helene Lünemann reichte ihre Königswürde weiter an ihren Mann Klaus Peter Lünemann. Die Zukunft der St.-Rochus-Bogenschützenbruderschaft Hücheln-Wilhelmshöhe symbolisieren Jungschützenprinzessin Alisha Heckner, Schülerschützenprinzessin Julia Reinartz und Bambiniprinzessin Laura Breuer.

Was am Abend zuvor seinen Anfang genommen hatte, vollendete am Montagmorgen während des Gottesdienstes schließlich Pfarrer Guido Mönchhalfen, der die neue Majestät Klaus Peter Lünemann zum Schützenkönig krönte. Eine große Abordnung der Hüchelner Schützen ehrte im Anschluss am Ehrenmal die Gefallenen.

Während des abendlichen Königsumzugs erwies dann ein stattliches Gefolge der frischgekürten Majestät während der Parade in der Tannenbergstraße die Ehre, bevor die Gesellschaft unter musikalischer Begleitung Einzug in das Festzelt hielt, wo der Königsball stieg. Nach einer erneut relativ kurzen Nacht trafen sich die St.-Rochus-Schützenbrüder am Dienstagnachmittag zum Abschmücken, um dabei das Schützenfest in gemütlicher Runde ausklingen zu lassen.

Ein zufriedenes Fazit zog nach ereignisreichen Tagen Geschäftsführer Günther Mertens: „Wir sind vor allem froh und glücklich, dass sich auch junge Menschen in unserer Bruderschaft engagieren und sich einbringen“, so das Vorstandsmitglied, das durchaus hoffnungsvoll in die nahe und mittlere Zukunft der Hüchelner St.-Rochus-Schützen blickt.

(ran)