Eschweiler-Bergrath: St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Bergrath feiert ihr 150-jähriges Bestehen

Eschweiler-Bergrath : St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Bergrath feiert ihr 150-jähriges Bestehen

Die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Bergrath ist integraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im indestädtischen Süden. Dies gilt im 150. Jahr ihres Bestehens nach wie vor und mehr denn je. „Rund um die Jubiläums-Feierlichkeiten konnten wir 23 neue Anmeldungen verzeichnen und damit die Mitgliederzahl auf 294 steigern“, präsentiert Brudermeister Michael Roth beeindruckende Zahlen.

Eine Woche nach der Jubiläumsgala folgte nun von Freitag bis Montag im und um das Zelt auf der Festwiese Kopfstraße das viertägige Jubiläums-Schützenfest, bei dem die Schlagworte Gemeinschaft, Anerkennung, Wertschätzung und Respekt einmal mehr im Vordergrund standen.

Bei strahlendem Sonnenschein begaben sich die St.-Hubertus-Schützenbrüder am Sonntagnachmittag auf den Historischen Festumzug, an dem die Bergrather Bevölkerung regen Anteil nahm und den Straßenrand säumte. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stand dabei das Schützenkönigspaar Dirk und Daniela Grün, das zunächst in einer von den beiden Schimmeln Apollo und Tango gezogenen Kutsche sitzend in Begleitung der Adjutanten Achim Winden und Harald Kommer merkbar berührt die Ovationen der Zuschauer am Wegesrand entgegennahm.

Angeführt vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Eschweiler und der Blasmusikvereinigung Strauch zogen die Schützen durch die Ortschaft und präsentierten dabei unter anderem Fahnen und Uniformen aus den Jahren 1902 und 1952. Mit von der Partie waren auch Jungschützenprinzessin Tessa Cremer, Schülerschützenprinz Laurenz Grün sowie das Offizierskorps mit und um den neu ernannten Generalfeldmarschall Rolf Krause.

Den umjubelten Schluss- und Höhepunkt des Festumzugs bildete die Parade in der Heibachstraße, während der alle Zugteilnehmer, darunter auch die Spielmannszüge Blau-Weiß Röthgen und Hehlrath, die natürlich motorisierten „VESPA-Freunde Eschweiler“ sowie die junge und ganz junge Garde der Prinzengilde Bergrath, am Schützenkönigspaar Dirk und Daniela Grün sowie an den weiteren Honoratioren wie Ehrenbrudermeister Günter Winden und Präses Pfarrer Hannokarl Weishaupt in abwechslungs- und einfallsreichen Schrittfrequenzen und -kombinationen vorbeizogen.

Kirmeseröffnung am Nachmittag

Seinen Anfang genommen hatte das Schützenfest am Freitag mit der Kirmeseröffnung am Nachmittag, der das Antreten im Festzelt zur Ortsbesichtigung sowie das Abholen des Schützenkönigs und der Jungmajestäten folgte. Die Party-Nacht mit CJ Steve sorgte für einen gelungenen Abschluss des Auftakttages. Der Samstag stand dann zunächst im Zeichen des Umzugs durch den Ort und der anschließenden Krönungsmesse in der Pfarrkirche St. Antonius Bergrath, die Präses Pfarrer Hannokarl Weishaupt zelebrierte. Es folgte ein „Großer Zapfenstreich“ auf dem Parkplatz der Freien evangelischen Gemeinde, bevor sich die Schützenbruderschaftsfamilie im Festzelt einfand, um den Schützenfestball mit der Tanz- und Partyband „Musicfamiliy“ zu feiern.

Die traditionelle Kranzniederlegung am Ehrenmal eröffnete den Schützenfest-Sonntag, der nach dem großen historischen Festumzug seine Fortsetzung mit dem abendlichen Königsball fand. Der durchaus kurzen Nacht schloss sich der Kirchgang am Montagmorgen an. Der Schützenfestausklang im Festzelt gab dann Gelegenheit, die vorangegangenen Tage zu reflektieren, den Blick aber bereits auch nach vorne zu richten.

Ein Blick, den Brudermeister Michael Roth keinesfalls scheut: „Unser Leitsatz ‚Glaube, Sitte, Heimat‘ trägt“, sagt er. „Jedes unserer Mitglieder fungiert als Multiplikator und ist jederzeit Gastgeber“, nimmt der Brudermeister jeden Schützenbruder in die Verantwortung, betont aber auch die Bedeutung jedes Hubertusschützen. „Mit Stolz, aber auch mit Ehrfurcht schauen wir auf 150 Jahre Schützentradition in Bergrath. Die St. Hubertus-Schützenbruderschaft ist ein fester Anker im Leben Bergraths. Sie steht für ein soziales Miteinander, fürsorgliche Hilfe in allen Lebenslagen und christliche Nächstenliebe als Fundament einer funktionierenden Dorfgemeinschaft“, so Michael Roth.