Eschweiler: St.-Antonius-Hospital: Immer wieder Engpässe auf der Intensivstation

Eschweiler: St.-Antonius-Hospital: Immer wieder Engpässe auf der Intensivstation

Ein großer Wahlkampftermin sollte es nicht werden, Karl-Josef Laumanns Besuch im St.-Antonius-Hospital. Eine Riege an CDU-Politikern, allen voran Landtagsabgeordneter Axel Wirtz, begleitete den NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales aber dennoch, als dieser mit Hospital-Geschäftsführer Elmar Wagenbach, dem Kuratoriumsvorsitzenden Dr. Andreas Frick und Chefarzt Prof. Dr. Uwe Janssens Intensivstation und Herzkathetermessplätze besichtigte.

Wagenbach und Janssens nutzten den Besuch des CDU-Ministers zum Hinweis, dass der Bereich der internistischen Intensivmedizin dringend weitere Unterstützung benötige. Derzeit gibt es in Eschweiler 19 Plätze auf der Intensivstation. Diese eher geringe Anzahl, betonte Wagenbach, sorge regelmäßig für Engpässe.

„Wir müssen immer wieder die Intensivstation abmelden, Operationen verschieben und Patienten nach der akuten Erstversorgung in andere Krankenhäuser verlegen”, klagt der Krankenhauschef über einen chronischen Intensivbettenmangel, der nicht nur in Eschweiler, sondern insgesamt in der Region herrscht.

Eine enorme Verbesserung, das unterstrich Uwe Janssens, Chefarzt der Inneren Medizin, würde eine so genannte IMC-Station bringen. Hinter dem Kürzel IMC verbirgt sich der englische Medizinfachbegriff „Intermediate Care”, der soviel bedeutet wie „Zwischenintensiv”.

Im Krankenhausalltag gebe es oftmals das Problem, dass beispielsweise Patienten, die mit einem Herzinfarkt eingeliefert wurden, nach der medizinischen Versorgung einen Intensivplatz belegen, obwohl auch eine niedrigere Beobachtungsstufe ausreichen würde. „Intermediate Care” soll hier schon bald helfen. „Hier sollen dann Patienten behandelt werden, die für die Normalstation zu krank und für die Intensivstation - in Anführungszeichen - zu gesund sind”, erklärte Wagenbach.

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