Eschweiler: Squasher des Teams Cadillac spielen gegen RS Brüggen

Eschweiler : Squasher des Teams Cadillac spielen gegen RS Brüggen

An Selbstbewusstsein mangelt es kurz vor dem Beginn der Saison nicht beim einzigen Bundesligisten Eschweilers. Die Squash-Spieler vom Team Cadillac präsentieren sich siegeshungrig vor dem Auftakt zur Nordstaffel der höchsten Spielklasse, die mit zehn Teams besetzt ist, beim 1. SC Diepholz.

„Wir haben uns Platz 4 oder 5 als Ziel gesetzt“, erklärt Vorsitzender Udo Dackweiler und wenn man mit dem ein oder anderen Spieler spricht, wird auch ein Auge auf das Podium geworfen, auf dem es sich besonders Rekordmeister SC Paderborn in den vergangenen Jahren gemütlich gemacht hat. Doch in der vergangenen Saison konnte man den Ostwestfalen bereits ein Unentschieden abtrotzen und gerne würde man weiterhin den starken Teams aus den Großstädten ein Bein stellen.

„Wir konnten die Mannschaft komplett halten“, zeigt sich Marco Schoeppers, der auf dem Court regelmäßig zu den vier Spielern, die pro Partie in ihre Matchups gehen, gehört und Verantwortlicher für das Bundesliga-Team ist, zufrieden. Um in der Bundesliga mitzuhalten, wählt das Team Cadillac einen Mittelweg. Als Nummer 1 und 2 treten nach Möglichkeit die internationalen Spieler an, die oft auch in anderen Ligen unterwegs sind und nicht immer zur Verfügung stehen. Mit dem Niederländer Piedro Schweertman hat man den niederländischen Meister in seinen Reihen. Der Belgier Joeri Hapers (Platz 142 der Weltrangliste) und der Spanier Carlos Cornes Ribadas (Nummer 104 der Weltrangliste) bilden zusammen mit Schweertman die „Elite“ beim Team Cadillac. „Das ist so als wären Nadal und Federer beim TK Kurhaus“, so Dackweiler.

Die Plätze 3 und 4 sollen ganz bewusst die lokalen Talente einnehmen. „Ich versuche immer Jugendspieler mit hereinzukriegen“, erklärt Schoeppers, der hofft, dass der Übergang zwischen Junioren- und Seniorenbereich bald noch flüssiger funktioniert. Auf Landesturnieren konnte der Nachwuchs bereits viele Erfahrungen sammeln, erklären die Vertreter des Teams Cadillac einhellig.

Dass es beim Squash auch emotional werden kann, wird schon das erste Heimspiel am Sonntag zeigen. Nach dem Abstieg des RS Brüggen vor wenigen Jahren wechselten weite Teile des Teams nach Eschweiler, jetzt kommt es nach dem Aufstieg der Niederrheiner zum Wiedersehen im Cadillac-Sportzentrum. „Das ist wirklich ein brisantes Duell zum Auftakt“, gibt Andreas Ihrig vom Hauptsponsor EWV zu und Schoeppers, der seit seinem sechsten Lebensjahr im Squash aktiv ist, verrät bereits: „Beide Teams werden in Bestbesetzung antreten!“

Das Duell wird eine Standortbestimmung für das Team aus der Indestadt, das sich erfolgreich in der 1. Liga etablieren konnte. „Der Verein muss einfach dahinterstehen“, macht Dackweiler zum Erfolgsrezept unmissverständlich klar. Im Hintergrund müsse man wie auf dem Court immer Vollgas geben, um sich in einer Nischensportart erfolgreich zu behaupten, so der Vorsitzende, der auch auf Verbandsebene aktiv ist. Um noch mehr Zuschauer für Squash zu begeistern, ist eine Livestream-Übertragung per Kamera für die nahe Zukunft geplant, um das Team auf seiner 4000 Kilometer langen Reise durch Squash-Deutschland und bei den Heimspielen zu begleiten.

„Immer ans Limit“

Schoeppers, Dackweiler und die insgesamt 28 Aktiven beim Team Cadillac hoffen natürlich auf die Unterstützung vieler Zuschauer in der Lobby des Sportzentrums, die dann zur „Tribüne“ umfunktioniert wird — nur die Plexiglasscheibe trennt die Gäste vom Spielgeschehen auf dem Court. „Du gehst beim Squash immer ans Limit, musst Schnelligkeit und Taktik kombinieren“, verspricht Schoeppers den Zuschauern und Fans des Teams Cadillac zum Abschluss. Bei freiem Eintritt spreche schließlich nichts dagegen, diese schnelle Sportart einmal selbst zu verfolgen und vielleicht im Verein sogar selbst aktiv zu werden. (cheb)

Der Wettkampfkader (die ersten Zehn der Liste) im Überblick:

Piedro Schweertman (NL), Carlos Cornes Ribadas (ES), Joeri Hapers (B), Julian Kischel , Thijs van der Pluijm (NL), Marco Schoeppers , Janosch Thäsler , Christoph Bluhm , Gregory Fonck (B), Michael Pieters .

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