Eschweiler: Sportplatz: Viele Fragen zu klären, bis die Bagger anrollen

Eschweiler: Sportplatz: Viele Fragen zu klären, bis die Bagger anrollen

Die Stadt drückt beim Nothberger Sportplatz aufs Tempo: Noch in diesem Jahr soll nach dem Willen der Kommunalpolitiker mit der Vermarktung begonnen werden. Die ersten Weichen wurden nun gestellt, allerdings liegen noch keine detaillierten Pläne vor.

Mit der Änderung des Flächennutzungsplanes wurde schließlich nur die Tatsache aufgehoben, dass das Areal nur als Sportplatz genutzt werden kann. Dort sollen ein- und zweigeschossige Wohnhäuser entstehen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass etwa Grundstücke mit einer Gesamtgröße von einem Hektar vermarktet werden können.

Allerdings sind noch einige Fragen zu beantworten. Vor allem die Verkehrsanbindung des neuen Baugebiets stellt die Planer vor Herausforderungen. Als Möglichkeit bietet sich derzeit nur die Von-Bongart-Straße an, deren Einmündung in die Knippmühle äußerst eng ist. Etwa vier Meter misst die Straße dort, die zudem durch eine seitliche Böschung begrenzt ist. Sollte man die Straße also verbreitern wollen, dann muss eine Stützmauer gebaut werden. Auch eine südliche Erschließung gestaltet sich in den Augen der Stadtverwaltung schwierig, da entlang des Sportplatzes der verrohrte Mühlengraben verläuft, den man dann überqueren müsste.

Der Bebauungsplan ist also noch mit einigen Fragezeichen versehen, was den Ratsherrn der Grünen, Dietmar Widell, dazu veranlasste, derzeit dagegen zu stimmen. Vor allem die ungewissen Kosten für die Stadt bewogen ihn zu diesem Nein. Er verwies aber auch darauf, dass die Einmündung der Knippmühle auf die Eifelstraße schon jetzt problematisch sei. Auch darüber müsse man sich genau Gedanken machen. In die gleiche Kerbe schlug Bernd Schmitz (CDU), der wie alle übrigen Parteien das grundsätzliche Vorhaben begrüßte, allerdings eine Wirtschaftlichkeitsberechnung forderte.

Ungeklärt ist auch die Zukunft des derzeitigen Vereinsheims, das erst vor zwei Jahren seiner Bestimmung übergeben worden ist. Das Gebäude soll natürlich stehen bleiben, allerdings wird es definitiv mit Ende der Saison im Sommer nicht mehr genutzt. „Wir werden uns noch häufiger mit dem Thema befassen“, beschwichtigt der Technische Beigeordnete Hermann Gödde. Die Änderung des Flächennutzungsplans sei erst der erste Schritt von vielen.

(pan)