Zehn Mannschaften, vier Nationen: Sportfreunde Hehlrath veranstalten internationales Jugendfußballturnier

Zehn Mannschaften, vier Nationen : Sportfreunde Hehlrath veranstalten internationales Jugendfußballturnier

Oranje boven! Die E-Junioren von Roda Kerkrade gewannen am Sonntag das internationale Jugendfußballturnier der Sportfreunde Hehlrath um den Autohaus Sazma/Uwe Müller-Cup. Im Endspiel setzten sich die Niederländer durch einen späten Treffer mit 1:0 gegen Titelverteidiger Alemannia Aachen durch.

Rang drei sicherten sich die Nachwuchskicker von Delta Warschau, die seit Donnerstag in Eschweiler weilten und im kleinen Finale mit 3:0 die Oberhand über Fortuna Köln behielten. Die gastgebenden Sportfreunde hielten in den drei Partien gegen die „großen Namen“ Delta Warschau (0:4), Fortuna Köln und AS Eupen (beide 0:2) jeweils minutenlang gut mit, bevor der erste Gegentreffer stets für einen kleinen Bruch im Spiel sorgte.

In der abschließenden Gruppenpartie gegen ASA Atsch erspielten sich die Jungs vom Maxweiher dann aber doch noch ein Erfolgserlebnis. Nach 15 Spielminuten stand ein 6:0-Sieg zu Buche. Mit zwei Unentschieden starteten die Dürwisser Germanen in das Turnier. Gegen die SG Merkstein/Ritzerfeld (0:0) und Delta Warschau II (2:2) gab es jeweils Punkteteilungen. In den Duellen mit den späteren Finalisten Roda Kerkrade (0:5) und Alemannia Aachen (0:4) hingen die Trauben dann aber zu hoch.

Zehn Mannschaften, vier Nationen: Die Sportfreunde Hehlrath, die in diesem Jahr genau wie der Nachbar SV St. Jöris ihr 100-jähriges Bestehen feiern, präsentierten sich am Sonntag am heimischen Maxweiher einmal mehr international. Um diesem Flair auch gerecht zu werden, begrüßte der Sportfreunde-Vorsitzende Guido Esser nicht nur Schirmherr und Bürgermeister Rudi Bertram, sondern auch Musiker der Freiwilligen Feuerwehr Eschweiler, die zu Ehren der Jugendfußballer aus Polen, den Niederlanden, Belgien und Deutschland die Nationalhymnen der vier Länder erklingen ließen. Wenig später stand dem ersten Anpfiff nichts mehr im Wege.

Die Zuschauer sollten in den kommenden fünf Stunden hochklassigen Fußball und abwechslungsreiche Witterungsbedingungen erleben. Zum Auftakt der Vorrundengruppe A maßen sich die jungen Gastgeber mit ihren Altersgenossen von Delta Warschau, zu denen die Sportfreunde seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis pflegen. Dies hinderte die Nachwuchskicker allerdings keinesfalls, sich auf dem Platz heiße Duelle zu liefern. Mit zunehmender Spieldauer setzten sich die spielerisch starken Polen immer besser in Szene, so dass die Sportfreunde trotz hartnäckiger Gegenwehr und durchaus überzeugender Leistung mit 0:4 unterlagen. Im für den Einzug in die Vorschlussrunde bereits vorentscheidenden Spiel gegen die E-Jugendlichen des belgischen Erstligisten legten die Jungs aus der polnischen Hauptstadt dann ein 2:0 nach, so dass die 0:1-Niederlage gegen Fortuna Köln kaum ins Gewicht fiel.

Spannung pur im Halbfinale

In der Vorrundengruppe B erwiesen sich erwartungsgemäß Roda Kerkrade und Alemannia Aachen als das Maß aller Dinge. Der direkte Vergleich endete torlos, gegen Germania Dürwiß, Delta Warschau II und die SG Merkstein/Ritzerfeld sprangen klare Siege heraus, so dass Roda (Torverhältnis 17:0) und Alemannia (14:1) ungefährdet die Runde der letzten Vier erreichten.

Das erste Halbfinale zwischen den Jungs vom Tivoli und der Fortuna aus Köln lieferte dann Spannung pur: Nach 15 ausgeglichenen Minuten lautete der Zwischenstand 1:1. Ein Neunmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Die ersten fünf Schützen scheiterten an der Latte oder am gegnerischen Torhüter, bevor die Schwarz-Gelben den Torreigen vom Strafstoßpunkt eröffneten. Die jeweils vierten Schützen auf beiden Seiten trafen, der Vorteil lag also weiterhin bei den Alemannen. Deren Torhüter sorgte schließlich für die Entscheidung, als er den fünften Versuch der Fortuna entschärfte. Wenig Federlesen machte im Anschluss Roda Kerkrade mit den Kickern von Delta Warschau, die mit 4:0 bezwungen wurden.

So kam es im großen Finale also zum niederländisch-deutschen Nachbarschaftsduell. Vom Anpfiff weg ging es rauf und runter. Weder die Roda-Kicker noch die Alemannen konnten sich Vorteile erspielen. Als bereits ein weiteres Neunmeterschießen nötig zu sein schien, um den Turniersieger zu ermitteln, schlugen die Niederländer rund 60 Sekunden vor dem Abpfiff per Kopfball zu. Für eine Antwort der Alemannia reichte die Zeit nicht mehr. Titel und Siegerpokal gingen nach Kerkrade.

(ran)
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