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Kommunalwahl in Eschweiler: SPD verliert im Stadtrat die absolute Mehrheit

Kommunalwahl in Eschweiler : SPD verliert im Stadtrat die absolute Mehrheit

Sieben Parteien sitzen ab November im Stadtrat. So viele wie schon seit 2014. Die Zusammensetzung ist dennoch eine andere. Ein Überblick.

Nach 21 Jahren als Verwaltungschef verabschiedet sich Rudi Bertram in den Ruhestand. Seit Sonntagabend steht fest: Eine Frau wird seine Nachfolgerin – und zwar die SPD-Fraktionsvorsitzende Nadine Leonhardt (SPD), die sich mit 50,90 Prozent der Stimmen im ersten Wahlgang durchgesetzt hat. Die Mehrheit stellen die Sozialdemokraten auch im Stadtrat, die absolute Mehrheit haben sie allerdings verloren.

23 Direktmandate holte die SPD. Insgesamt waren es 46,14 Prozent für die Sozialdemokraten. Das macht 23 Sitze. 2014 erreichte die SPD noch 51,34 Prozent und damit 26 Sitze im Stadtrat. Den höchsten Wert für die Sozialdemokraten erzielte Klaus Fehr im Wahlbezirk Röhe. Dort erreichte er 59,02 Prozent. Die niedrigste Zahl verzeichnete die SPD im Marktviertel. Kandidat Christoph Herzog erreichte dort 32,71 Prozent. Trotzdem holte er damit den Sieg. Stark war in diesem Wahlbezirk die BASIS. Dort trat Christoph Häfner an und erreichte 16,63 Prozent.

Die CDU kam auf insgesamt 27,97 Prozent (14 Sitze). 2014 erreichte die CDU 31,06 Sitze – und einen Sitz mehr. Marc Müller (CDU) blieb seiner Linie auch bei dieser Wahl treu. 2014 sicherte er sich als einziger CDU-Kandidat ein Direktmandat. In seinem Wahlbezirk Lyzeum holte er damals 43,18 Prozent. In diesem Jahr war es etwas weniger. Doch die 40,59 Prozent reichten erneut um zu siegen. Damit fuhr Müller für die CDU das stärkste Ergebnis in dieser Kommunalwahl ein.

Doch die Christdemokraten sicherten sich noch ein zweites Direktmandat. Wilfried Berndt sicherte sich seinen Wahlbezirk Dürwiß IV mit 36,83 Prozent. Die niedrigste Zahl fuhren die Christdemokraten übrigens im Wahlbezirk Stich/Aue ein. Dort holte Marc Winterich 18,08 Prozent.

Drittstärkste Kraft im Stadtrat werden die Grünen sein. Sie sicherten sich 7,96 Prozent. Einen überdurchschnittlich hohen Wert erreichten sie im Wahlbezirk Jägerspfad. Dort kamen sie auf 13,32 Prozent. Nun haben die Grünen vier Sitze im Stadtrat – eine Verdopplung im Vergleich zu 2014.

Die Linke verfehlt ihr Ziel

Das vorab gesteckte Ziel, mit drei Sitzen im Rat vertreten zu sein, konnte die Linke nicht erreichen. Bislang hatten die Linken zwei Sitze. In diesem Jahr erreichte die Partei das niedrigste Ergebnis – im Vergleich zu den anderen Parteien. Die Linke in Eschweiler kam auf 2,31 Prozent. Das höchste Ergebnis fuhr man im Wahlbezirk Eschweiler Ost I ein mit 5,97 Prozent – das macht einen Sitz im Stadtrat.

4,42 Prozent sicherte sich die FDP. Im Stadtrat sind die Liberalen fortan mit zwei Sitzen vertreten. Eine Steigerung im Vergleich zu 2014. Damals erreichte die Partei 3,64 Prozent. Zwei Sitze sprangen trotzdem dabei heraus. Den höchsten Wert erlangten die Liberalen übrigens im Wahlbezirk Dürwiß IV mit 10,49 Prozent.

Zum ersten Mal stand in diesem Jahr die AfD auf dem Wahlzettel. 4,09 Prozent erlangte die Partei. Im Stadtrat wird sie mit zwei Sitzen vertreten sein. Das höchste Ergebnis fuhr die AfD im Wahlbezirk Eschweiler Ost I ein. Dort erreichte sie 9,26 Prozent.