Eschweiler: Sonnenblumen erinnern Pilger an die Heimbach-Wallfahrt

Eschweiler: Sonnenblumen erinnern Pilger an die Heimbach-Wallfahrt

Auch wenn man über den Monat Oktober in religiöser Hinsicht als „Rosenkranzmonat” spricht, so sind inzwischen die Rosenkranzgebete der Wallfahrer verstummt. Zum Abschluss der Wallfahrtssaison in Heimbach traf sich im September die Heimbachbruderschaft St. Michael zu ihrer 26. Wallfahrt.

Das Thema „Ich weiß, wem ich glaube” hatten sich die nordwestdeutschen Wallfahrtsorte in diesem Jahr gestellt. Der Satz war dem Brief des Apostels Paulus an Timotheus entnommen, den er diesem aus dem Gefängnis schrieb. Anlässlich des diesjährigen Paulusjahres wurde daran erinnert, dass Paulus sich für die Verbreitung des christlichen Glaubens einsetzte und auch nach der Inhaftierung nicht davon abließ.

In St. Michael wurde vor dem Aufbruch am frühen Samstagmorgen beim Wortgottesdienst bei der Einführung in das Jahresthema hervorgehoben, dass auch Maria diesen Satz „Ich weiß, wem ich glaube” gesagt haben könnte. Das Gnadenbild in Heimbach, zu dem die Pilgerschar sich aufmachte, zeigt sie als tiefgläubige Frau.

Unterwegs wurde der Rosenkranz gebetet, Lieder gesungen und über die Themen „Glaubwürdige Zeugen”, „Halt in Jesus finden” und „Glauben ohne zu sehen” meditiert. Die anfängliche Bewölkung wich im Laufe des Tages und es stellte sich ein schöner Spätsommertag ein. Inge Quickstedt suchte unterwegs nach passenden Blumen und schmückte damit das Pilgerkreuz und auch den Pilgerbus. Als eine der sportlichsten in der Gruppe übernahm sie auch häufig die Aufgabe, das Pilgerkreuz über die Höhen und Täler der Rureifel zu tragen.

Mangels eines eigenen Busfahrers chauffierte häufig der Präfekt der Bruderschaft, Helmut Billig, den Bus. Wenn er dann doch einmal abgelöst wurde, übernahm er in bewährter Art das Vorbeten. Aber auch ohne seine lenkende Hand beachteten die Pilger die Gebetsordnung und hatten trotzdem genug Zeit zum lockeren Gesprächen untereinander.

Sonntags auf dem Rückweg standen die Themen „Maria, Mutter der Glaubenden”, „Maria, Hort des Glaubens” und „Glaube als Richtschnur unseres Handelns” im Mittelpunkt der Betrachtungen. Nach dem Aufstieg von Heimbach über Hasenfeld auf die Eifelhöhe vor Schmidt drängte es die kleine Pilgerschar, ein Danklied für „diesen - schönen - neuen Tag” anzustimmen.

Doch bald stellte sich Regen ein, der jedoch keineswegs die gute Stimmung vermieste. So strebte der ganze Tross unter Einhaltung der jeweils ersehnten Pausen der Heimat entgegen. Vorher gab es noch Kaffee und Kuchen an Thelens Mühlchen, den wie seit Jahren Anneliese Seeger dankenswerterweise vorbereitete und den Pilgern entgegenbrachte.

Nach der Ankunft in Eschweiler erhielten alle in St. Michael den Sakramentalen Segen und der Präfekt verteilte an alle Mitpilger als Dankeschön Sonnenblumen, die noch eine Weile an die gelungene Wallfahrt erinnern sollten.

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