Eschweiler: Sonnen-Laternen gegen den Regen

Eschweiler: Sonnen-Laternen gegen den Regen

„Laterne, Laterne! Sonne, Mond und Sterne! Brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, aber nur meine liebe Laterne nicht.” Voller Inbrunst trällerten die kleinen Sänger bereits vor dem großen St.-Martins-Umzug ihr Lieblingslied des Abends.

Und als dann um kurz vor 18 Uhr auch noch St. Martin höchstpersönlich am Röthgener DRK-Kindergarten „Sonnenschein” vorbeistapfte, um sein Pferd zu satteln, da wuchs die Vorfreude auf den Umzug durch die Straßen des Stadtteils gemeinsam mit Mama, Papa und vielen Freunden schier bis ins Unermessliche.

Dabei spielte das Wetter am Dienstagabend leider überhaupt nicht mit, als die kleinen Martins-Sänger ihre Laternen anknipsten. Der November zeigte sich von seiner schmuddeligsten Seite: Nass, kalt, ungemütlich.

„Macht nichts”, dachten sich alle Teilnehmer des Zuges und zeigten kreative Schutzvorrichtungen. Damit die selbstgebastelten Sonnen-, Eulen- und Schafslaternen der 44 Kindergartenkinder vom Regen nicht durchweicht wurden, hatten viele die bunten Pappleuchten in durchsichtige Mülltüten gesteckt.

Und so ging es dann von der Karlstraße - angeführt von St. Martin (die in diesem Jahr in Wahrheit eine St. Martina war) - durch das Viertel. Der Umzug endete im AGO-Seniorenheim, wo nicht nur die Legende des Heiligen St. Martins eindrucksvoll vorgespielt und erzählt wurde.

Die Kinder verteilten anschließend auch Plätzchen an die Bewohner des Seniorenheims und wärmten sich danach mit einem wohlverdienten heißen Kakao den Magen und die kalten Fingerchen.

Für die Eltern gab es sogar einen würzig-duftenden Glühwein. Und auf dem Heimweg knipste der ein oder andere Jung-Sänger mit dem letzten Tropfen Batterie-Saft noch einmal seine Leuchte an und sang aus voller Kehle: „Laterne, Laterne! Sonne, Mond und Sterne!”