Eschweiler: Soldaten wünschen sich mehr Rückhalt

Eschweiler: Soldaten wünschen sich mehr Rückhalt

Oberstleutnant Jürgen Werner hat den Donnerberg als „die mit Abstand schönste Kaserne” in der Region bezeichnet. Doch die winterliche Ruhe draußen trügt. Beim Neujahrsempfang der Beutreuungsgesellschaft (BTG) Donnerberg fielen klare Worte.

Im Offiziers- und Unteroffizierskasino brachte es Kasernenkommandant Werner vor zahlreichen Militärs und Gästen aus der Politik, darunter Eschweilers stellvertretender Bürgermeister Manfred Groß (CDU) und als Vertreter des Städteregionsrates Dezernatsleiter Axel Hartmann (CDU), in seiner Ansprache auf den Punkt: „Wir sollten nicht der Lückenbüßer für eine verkorkste Politik sein.”

Die plötzliche öffentliche Empörung über Kampfhandlungen deutscher Soldaten in Afghanistan seien Zeichen einer verzerrt vermittelten Wirklichkeit von solchen Einsätzen. Eine Empörung, die reichlich spät kommt.

„Nach nunmehr fast 20 Jahren Einsätze im erweiterten Aufgabenspektrum der Bundeswehr wäre es endlich an der Zeit, feste Ankerpunkte zu haben, bei denen man als verantwortlicher Staatsbürger in Uniform in zunehmend schwierigen Zeiten Halt und Ortientierung finden kann”, plädiert Jürgen Werner für eine klare und zielgerichtete Sicherheits- und Verteidigungspolitik.

Ein Sorgenkind vor Ort ist für den Oberstleutnant der erneute Aufschub der Sanierung der Unterkünfte für drei weitere Jahre. An die Politik gerichtet, wünschte sich Werner Unterstützung, dass die dringen notwendigen Moderniserungsmaßnahmen so bald wie möglich angepackt werden können.

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