Sogar Simon Rolfes dabei: Ferienwerk Weisweiler feiert 50. Geburtstag

Simon Rolfes zu Gast : Ferienwerk Weisweiler feiert 50. Geburtstag

Seit 50 Jahren ermöglicht das Ferienwerk Weisweiler es Familien und Kindern Urlaubsreisen. Der runde Geburtstag des Ferienwerks wurde jetzt gebührend gefeiert. Das Programm war mit Höhepunkten gespickt.

„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen”, so lautet ein bekanntes Zitat. Am Samstagabend hieß es dagegen: Wenn viele eine Reise tun, dann haben sie was zu erzählen und zu feiern. Das Ferienwerk Weisweiler hatte anlässlich seines 50-jährigen Bestehens zu einer großen Jubiläumsfeier in die Weisweiler Festhalle eingeladen.

1968 wurde das Ferienwerk Weisweiler als gemeinnütziger Verein gegründet, der es sich von Anfang an zum Ziel setzte, Familien sowie Kindern und Jugendlichen einen günstigen Urlaub zu ermöglichen. Was vor 50 Jahren galt, hat auch heute noch Bestand. Die Insel Ameland ist dabei das beliebteste Reiseziel, das seit fast 40 Jahren vom Ferienwerk Weisweiler angeboten wird, und auch heute noch viele Kinder und Jugendliche begeistert.

Sein 50-jähriges Bestehen nahm das Ferienwerk Weisweiler nun zum Anlass, einerseits mit Mitgliedern, Förderern und Gästen zu feiern und anderseits Gutes zu tun: Alle Einnahmen der Jubiläumsveranstaltung kommen dem Eschweiler Verein Lichtblicke zu Gute. Dieser hilft und unterstützt Familien mit krebskranken oder schwerstkranken Kindern.

Das Trompetenkorps „Die Weisweiler“ eröffnete das Programm der Jubiläumsveranstaltung mit einem Auszug aus seinem Repertoire. Anschließend begrüßte Winand Schönchens, Vorsitzender des Ferienwerks, die zahlreichen Gäste. Er verlas Grußworte vom Schirmherr, Bürgermeister Rudi Bertram, der aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich dabei sein konnte. Es freue Bertram, dass das Ferienwerk finanziell schwachen Familien einen Urlaub ermögliche. Zudem lobte er das Engagement des Vereins, der dazu eine Institution sei, die nicht mehr aus Eschweiler wegzudenken sei.

Winand Schönchens gab das Lob direkt weiter an die vielen Ehrenamtler, ohne deren Unterstützung es das Ferienwerk nicht zu 50 Jahren Bestehen geschafft hätte. Der Tag des Ehrenamts, der 5. Dezember, stünde unmittelbar bevor und jedes Jahr ehre die Stadt Eschweiler viele Ehrenamtler. All denjenigen, die sich – egal auf welche Weise – ehrenamtlich engagieren, sprach Schönchens seinen Dank aus, ebenso den Sponsoren des Ferienwerks.

Atemberaubend ging es weiter im Programm: Das Tanzkorps Höppe Kroetsch der KG Lätitia Blaue Funken Weisweiler hatte nicht nur jede Menge Akrobatik mitgebracht, sondern zudem auch eine Spende für Lichtblicke. Nach dem Augenschmaus folgte mit dem Auftritt von Alfred Wings alias „Der Lange“ der Ohrenschmaus. Neben den Scherzen über sämtliche Familienmitglieder durfte auch die gereimte Geschichte von der chaotischen Fahrt mit 60 Kindern zum Phantasialand nicht fehlen. Die Erzählung sorgte im Publikum für viele Lachtränen. Wings schloss mit den Worten: „Nächstes Jahr, das ist geplant, eine Woche Ameland.“

Dann wurde es erneut musikalisch. Nachdem der Jugendchor St. Severin Lautstark erst vor einigen Wochen selbst sein 45-jähriges Bestehen groß nachgefeiert hatte, standen die jungen Sängerinnen und Sänger gerne bereit, um das Publikum des Ferienwerks mit ihrem Gesang zu verwöhnen.

So begeisterten die jungen Erwachsenen unter Leitung von Elena Sirbitseva unter anderem mit A-Cappella-Versionen von „Ein Engel“ von den Wise Guys, „Human“ von Rag ‘n‘ Bone Man und „Last Christmas“ von Wham. Nach dem Auftritt fand der Vorsitzende Andreas Vogel ein paar besondere Dankesworte für das Ferienwerk: „Ohne das Ferienwerk Weisweiler hätte es keine Fahrt nach Ameland gegeben. Und ohne die Fahrt nach Ameland hätte es auch nicht den Jugendchor gegeben. Wir sind euch zu besonderem Dank verpflichtet.“

Auch der Projektchor „Urklang“, der aus ehemaligen Mitgliedern des Jugendchores besteht, bedankte sich beim Ferienwerk in Form von mehreren „Geburtstagsständchen“. Unter Leitung der ehemaligen Jugendchor-Leiterin Monika Brock-Houben präsentierten sie verschiedene Stücke, die Brock-Houben jeweils ineinander verwoben arrangiert hatte. Darunter „Roots“, „Lollipop“, „Barbara Ann“ und „Here he comes“. Auch eine Zugabe durfte natürlich nicht fehlen: Gemeinsam mit dem Jugendchor Lautstark sowie dem Publikum sangen die Sänger von „Urklang“ das Amelandlied.

Die Gewinner der Verlosung wurden vom ehemaligen Fußballprofi und neuen Sportdirektor des Bundesligisten Bayer Leverkusen, Simon Rolfes, gezogen. Rolfes ist im Vorstand von Lichtblicke und hatte seine Vorstandskolleginnen Andrea Spix-Esser und Heike Esser mitgebracht. Im Anschluss teilte Winand Schönchens Simon Rolfes mit, dass der Abend 2.222 Euro erbracht habe, die nun an Lichtblicke gespendet würden.

Das Ferienwerk würde es in seiner heutigen Form nicht ohne Winand Schönchens geben, war sich Bernd Schwuchow, Vorstandsmitglied des Ferienwerks und Marketingleiter bei euregiotours, sicher. „Er macht alles für Ameland. Von der Technik, über das Einkaufen der Lebensmittel bis zum lästigen Papierkram. Wir werden nie jemand finden, der das in diesem Umfang macht. Daher hoffen wir, dass du noch lange unser Vorsitzender bleibst“, richtete Schwuchow den Dank des Vorstands an Winand Schönchens. Schönchens ist bereits seit 1985 Vorsitzender des Ferienwerks und denke darüber nach, 2020 eventuell nicht mehr bei der Vorstandswahl anzutreten.

Nach dem offiziellen Programm fand die Jubiläumsveranstaltung des Ferienwerks Weisweiler mit dem Auftritt der Coverband Heartbeat einen gelungenen Abschluss.

(zsa)
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