Eschweiler: So wohnten die Burgherren: Vortrag im Bahnhof

Eschweiler: So wohnten die Burgherren: Vortrag im Bahnhof

Über Burgenbau und Hofhaltung der Jülicher Herzöge am Beispiel von Nideggen, Kaster und Hambach berichtet ein Vortrag von Geschichtsverein und Volkshochschule am Donnerstag, 13. März.

Im 14. Jahrhundert gelang unter Graf Wilhelm V. von Jülich der Aufstieg der Grafschaft bzw. Markgrafschaft Jülich zum Herzogtum (1356). Aus dieser Zeit stammt der große Saal der Burg in Nideggen. Neben Nideggen, das den territorialen Besitz in der Eifel am Oberlauf der Rur sicherte, waren im späten Mittelalter die Burgen in Kaster und in Hambach sowie eine Reihe weiterer Anlagen bevorzugte Aufenthaltsorte des Jülicher Hofes.

Die fortschreitende Territorialisierung der Herrschaft dieser Herzöge im 14. und 15. Jahrhundert führte zur Einrichtung einer zentralen Rechnungsführung. Die erste erhaltene Rechnung deckt den Zeitraum vom 15.8.1398 bis 15.8.1399 ab. Diese und weitere Rechnungen erlauben einen Blick auf den Alltag in den herzoglichen Burgen, deren militärische Bedeutung gegenüber der Nutzung als Hoflager allmählich schwand. Im Vortrag verknüpft der Referent, Guido von Büren, Erkenntnisse zur Baugeschichte der Jülicher Burganlagen mit schriftlichen Quellen zur eigentlichen Hofhaltung. Der Vortrag im Talbahnhof beginnt um 19.30 Uhr; der Eintritt ist frei.