„Hauptsieger ist die Umwelt“: Silber für Eschweiler beim Stadtradeln

„Hauptsieger ist die Umwelt“ : Silber für Eschweiler beim Stadtradeln

Beim Stadtradeln belegte Eschweiler jetzt den 2. Platz hinter der viel größeren Stadt Aachen. Das Ergebnis konnte sich also durchaus sehen lassen.

Wie weit radeln Eschweiler Fahrrad-Fans in drei Wochen? Antwort: 46.000 Kilometer. Also natürlich nicht jeder für sich, sondern alle 172 zusammen, die sich in diesem Jahr an der Aktion Stadtradeln beteiligt haben. Am Mittwoch wurden sie dafür im Rathaus geehrt.

Es stimmt, bei der ersten Teilnahme im vorigen Jahr war Eschweiler besser, gab Dezernent Hermann Gödde zu. Da waren es 58.600 Kilometer. Aber auch das jetzige Ergebnis könne sich sehen lassen. In diesem Jahr wurde das Stadtradeln von der Städteregion organisiert, dadurch kann sich Eschweiler gut mit den Nachbarstädten vergleichen. Und in der Städteregion belegt Eschweiler den 2. Platz hinter der ja viel größeren Stadt Aachen. Unter allen Städten mittlerer Größe in Nordrhein-Westfalen radelte Eschweiler auf Platz 31 – im vorigen Jahr war es der 27. Platz.

Im Rathaus weiß man, dass Eschweiler nicht gerade der attraktivste Ort für Radfahrer ist. Das haben Befragungen im vorigen Jahr gezeigt, berichtete Eberhard Büttgen von der Stabsstelle Nachhaltige Entwicklung der Stadtverwaltung. Verbesserungen gibt es erst allmählich. Man setzt im Rathaus auf Anregungen und das Engagement der Bürger. Hermann Gödde kündigte an, dass die europaweite Mobilitätswoche, an der Eschweiler sich jetzt erstmals beteiligt hat, 2020 eventuell mit einem Stadtfest verbunden wird. Es wäre schön, wenn Bürger dabei mitplanen würden: Ideen sind gefragt.

„Der Hauptsieger ist natürlich die Umwelt“, sagte Hermann Gödde. Immerhin wurden während der dreiwöchigen Aktion sieben Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart. Sieger gab es aber auch unter den Teilnehmern. Vier Schecks über jeweils 125 Euro überreichten Gödde und Büttgen am Mittwoch. Das fahrradaktivste Team war „Feuerwehr der Stadt Eschweiler und Friends“. Die 18 Fahrer legten zusammen rund 9000 Kilometer zurück, das war Platz 4 in der Städteregion. Wie kommt man auf so viele Kilometer? „Für uns ist Radfahren Sport und Hobby“, gab Team-Kapitän Frank Schmitz Auskunft. Und da radeln dann schon mal einige Radsportler von Eschweiler nach Frankfurt, um dort an einer Rad-Veranstaltung teilzunehmen. Und natürlich geht es dann auch zurück nach Eschweiler per Rad.

Der aktivste Einzel-Radler war Matthias Dohm – natürlich aus dem Feuerwehr-Team – mit 2238 Kilometern. Er und auch sein Team wollen ihre Preise, zusammen 250 Euro, an eine Hilfsorganisation weiter leiten, die sich um herzkranke Kinder kümmert.

Die fahrradaktivste Schule war das Waldschule-Kollegium. Dort kam man mit nur sechs Teilnehmern auf rund 2500 Kilometer. Als fahrradaktivstes Unternehmen bzw. Einrichtung wurde das Familienzentrum St. Theresia der Pfarre St. Peter und Paul ausgezeichnet. Die 17 Fahrerinnen und Fahrer legten 1300 Kilometer zurück. Ihr Siegerpreis kommt natürlich dem Kindergarten zugute.

Für alle Radfahrerinnen und Radfahrer, die zur Siegerehrung erschienen waren, gab es Getränke, belegte Brötchen sowie viele kleine Preise wie zum Beispiel Satteldecken, Flickzeug, reflektierende Bänder und Broschüren mit den schönsten Fahrradtouren in der Region.

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