Senioren begeistert: Shetlandponys Max und Moritz erobern die Herzen

Senioren begeistert : Shetlandponys Max und Moritz erobern die Herzen

Die Liebe zu Pferden brachte zwei Mitarbeiterinnen des Senioren- und Betreuungszentrums (SBZ) an der Johanna-Neuman-Straße jetzt auf eine wunderschöne Idee.

Die tiergestützte Therapie gibt es schon lange im SBZ, ob es der Besuch von verschiedenen Hunderassen oder Kaninchen ist, oder auch ein paar Vögel, die im Haus zwitschern. Dass diese Besuche immer für eine willkommene Abwechslung bei den Senioren sorgen, liegt auf der Hand. Außerdem tragen sie zum Wohlbefinden bei.

Schon oft hatten Mia Radau und Silke Schröder mit Senioren über ihre Leidenschaft zu Pferden gesprochen. Radau ist nach ihrer Ausbildung zur Altenpflegerin als examinierte Fachkraft dem SBZ treu geblieben. Schröder ist als Alltagsbegleiterin täglich mit vielen Senioren unterwegs.

Den beiden kam nun in den Sinn: Pferde mussten her. Aber es mussten kleine Pferde sein, die gestreichelt werden konnten. Radau hat seit zwei Jahren Kontakt zu Familie Coenen und ihren zwei kleinen Shetland-Ponys, um die sie sich seit gut einem halben Jahr intensiv kümmert. Die beiden Vierbeiner – Max und Moritz – sollten also den Senioren im SBZ den Tag versüßen.

Weil das Wetter aber am Tag selbst nicht so mitspielte, wie erhofft, musste der Besuch der beiden Ponys kurzfristig in die Cafeteria verlegt werden.

Viele Senioren hatten sich eingefunden und warteten gespannt. Während Mia Radau die Ponys in die Runde führte, stellte Silke Schröder die beiden Minis vor und gab einige Erläuterungen zu der Pferderasse.

Ursprünglich stammen die Ponys von den Shetlandinseln. Die Tiere wurden während der industriellen Revolution auf das britische Festland gebracht und dort im Bergbau unter Tage als Grubenponys eingesetzt.

Heute erfreuen sich die robusten Ponys als erste Reitpferde für Kinder sowie als kräftige und ausdauernde Fahrpferde großer Beliebtheit. Das Stockmaß liegt zwischen 87 und 107 Zentimetern. Zu den Erkennungsmerkmalen zählt der verhältnismäßig große Kopf mit breiter Stirn. Die Beine sind kurz und kräftig mit klaren Gelenken und harten Hufen. Robuste Tiere können bis zu 60 Kilogramm tragen. Die Lebenserwartung eines Shetlandponys liegt bei etwa 40 Jahren.

Max und Moritz sind sieben und acht Jahre alt, damit also noch relativ jung. Dass es lernfähige Tiere sind, zeigte Radau mit kleinen Kunststückchen, die sie den beiden beigebracht hatte. Von Drehungen bis zum Steigen klappte es schon recht gut.

Die Senioren hatten nur noch Augen für die kleinen Pferde, die in jede Reihe kamen, um von den Senioren Streicheleinheiten zu bekommen. Natürlich gab es hier und da auch eine leckere Möhre für die beiden.

Verwaltungsdirektor Bernhard Müller war über die große Teilnahme und die Freude, die die vierbeinigen Besucher den Senioren bereitete, sichtlich begeistert. Er hoffe, dass der Besuch von Max und Moritz nicht der letzte sei.