Eschweiler: Senioren- und Betreuungszentrum lädt zur „Küchenparty“ ein

Eschweiler : Senioren- und Betreuungszentrum lädt zur „Küchenparty“ ein

Besichtigungen haben immer mit viel Informationen und Wissenswertem zu tun. Dass dies nicht nur äußerst interessant, sondern auch aufgelockert, unterhaltsam und schmackhaft sein kann, bewies jetzt das Küchenteam des Senioren- und Betreuungszentrums an der Johanna-Neuman-Straße. Ab 16 Uhr waren hier die Senioren mit Angehörigen zu einer Küchenparty eingeladen.

Ein großes Schild am Eingang der Zentralküche weist eigentlich darauf hin: „Zutritt verboten, nur für Küchenpersonal mit Schutzkleidung“. Aber an diesem Nachmittag gab es eine Ausnahme. Die Senioren ließen sich nicht lange bitten, denn was vor einigen Jahren zum ersten Mal stattfand, fand auch diesmal regen Zuspruch.

Persönlicher Service wurde auch bei der Küchenparty großgeschrieben im Senioren- und Betreuungszentrum.

Bewohner und Beiratsvorsitzender Matthias Vogel hatte lange darauf gewartet, denn bei der ersten Küchenparty lag er im Krankenhaus und konnte nicht dabei sein. Jetzt aber machte er seinen Rundgang durch die Küche und staunte über die Vielzahl der Gerätschaften.

Interessant waren natürlich die Gespräche, die es reichlich an diesem Nachmittag gab. „So große Töpfe habe ich noch nie gesehen“, konnte man oft hören, und auch die riesige Spülmaschine, die eine große Fläche der insgesamt 150 Quadratmeter einnimmt, wurde näher angeschaut.

Bei täglich 400 Mittagessen einschließlich der Mittagstisch-Angebote müssen die Gerätschaften auch so groß sein. Manfred Hanf und sein Küchenteam beantworteten gerne alle Fragen, während sie daneben kleine Köstlichkeiten anboten.

An der improvisierten Bar erhielt man bei einem alkoholfreien Fruchtcocktail die ersten Informationen. Erdbeeren, Ananas, Cocos und Grenadine sowie Orangensaft waren hier die absoluten Renner. Ein paar Meter weiter wurden frische Wraps mit Lachs oder Hähnchenbrust zubereitet; an der nächsten Stelle warteten schon zwei Damen mit Canapés und Finger-Foods auf die Gäste. Dazwischen fand sich noch Platz für herzhafte Salate, vier verschiedene Sorten standen zur Auswahl — die Entscheidung fiel schwer.

Mehr als 100 Interessenten schlängelten sich über zwei Stunden durch das Küchenlabyrinth, bei dem es viel zu Sehen und schmecken gab. An den großen Konvektomaten, die mit Heißluft betrieben werden, wurde die Zubereitung von Schnitzeln, Frikadellen und Würstchen erklärt, in dieser Abteilung garte auch die passierte Kost, die dank moderner Methoden nicht nach unappetitlichem Brei aussieht, sondern die Farbe und Form des ursprünglichen Gerichts hat.

Auch über die Lagerhaltung wurde natürlich informiert, denn das ist für eine große Einrichtung nicht gerade wenig. Da kamen selbst die Bewohner nicht mehr mit, die ihren früheren Beruf in einem Restaurant ausgeübt haben.

Dazwischen gönnte man sich wieder eine kleine Pause und machte Rast an der nächsten Köstlichkeit „Gulasch-Suppe“. Gerade Suppen schmecken aus einem großen Topf viel besser als in kleiner Zubereitung, wusste eine Seniorin und bekam dabei direkt Zustimmung von allen Seiten.

Etwas „Süßes“ gab es dann zum Abschluss, ob Mini-Muffins oder Obstsalat dekorativ im kleinen Gläschen serviert, auch hier waren alle voll des Lobes.

Nach den zwei Stunden wurden die Türen im Küchenbereich wieder geschlossen. Das Team machte sich dann an die Arbeit, die hygienischen Maßnahmen wieder herzustellen, damit auch hier wieder alles seine Richtigkeit hat. Routinearbeiten, bei denen alles Hand in Hand läuft.

Derzeit sind 19 Mitarbeiter/innen im Küchenteam im Drei-Schicht-Betrieb tätig. Morgens um 5.45 Uhr gehen die Lichter an im Küchenbereich, abends um 20.15 Uhr liegt die Küche wieder im Dunkeln und wartet auf den nächsten Morgen, und das 365 Tage im Jahr, Wochentage, Sonntage und Feiertage.

Manfred Hanf ist seit fast 30 Jahren für sein Team verantwortlich. Ende Oktober geht er in den wohlverdienten Ruhestand, wobei er sicherlich auch zu Hause dann ab und an den Kochlöffel schwingen wird.

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